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Die Eingriffe in die Grundrechte wegen des Corona-Virus (COVID-19)

Abbildung 1: Symbolfoto, Private Fotografie © 2020

Einleitung

Innerhalb weniger Wochen wurden im März 2020 in Deutschland und in fast allen europäischen Ländern nie zuvor gesehene Einschränkungen in die Grundrechte der Bürger vorgenommen. In Ländern wie Frankreich, Österreich und Italien war ein Verlassen der Wohnorte nur noch für eng eingegrenzte Tätigkeiten erlaubt und erforderte sogar teilweise Dokumente, die Polizei oder Militär vorzeigt werden musste.

In Deutschland galt zu dieser Zeit eine sogenannte Ausgangsbeschränkung, die es unter anderem unter hohe Strafen stellte sich mit fremden Leuten zu treffen. Der Staat hat sich weiterhin zum Beispiel in Bayern mit Hilfe eines ausgerufenen Katastrophenfalls weitgehende Sonderrechte gegeben, durch die die Rechte der Bürger weiter eingeschränkt werden konnten (etwa Zwangsarbeit, Beschlagnamung des Besitzes, kein Recht auf körperliche Unversehrtheit). Das öffentliche und wirtschaftliche Leben wurde großflächlig eingeschränkt und auf ein Mindestmaß wie die Lebensmittelversorgung reduziert. Massenhaft wurden Mitarbeiter von ihren Unternehmen von den Büros an den Heimarbeitsplatz geschickt.

Die Begründung für diese Maßnahmen wurde von Politik und Leitmedien hinreichend intensiv mitgeteilt und so gut wie alle betroffenen Leser werden darüber Bescheid wissen, weshalb an dieser Stelle auf ausführliche Quellenverweise verzichtet wird. Der Kern der Darstellung der Leitmedien findet sich zum Beispiel im Heute Journal vom 14. März 2020 (ab Position 08:30):

  • Die Pandemie durch das neuartige Corona-Virus sei nicht mehr aufzuhalten. Sie breite sich schnell über die ganze Welt aus und verursache schwere Erkrankungen.
  • Zwei Drittel der Bevölkerung würden früher oder später mit dem Virus in Kontakt kommen. Das wären ca. 55 Millionen Menschen in Deutschland.
  • 20 % der Betroffenen würden ärztliche Hilfe benötigen.
  • 6 % der Betroffenen würden intensive Betreuung in Krankenhäusern benötigen. Das wären mehr als eine Million Menschen.
  • Daher ginge es nun nicht mehr darum, das Virus aufzuhalten, sondern nur noch darum, die Geschwindigkeit in der das Virus sich ausbreitet zu reduzieren. Eine maximale Ausbremsung der Ausbreitungsgeschwindigkeit sei daher notwendig.

Die meisten europäischen Staaten setzen zum Schutz der Bevölkerung auf den Ansatz die sogenannte „Durchseuchung“ mit abgebremster Geschwindigkeit zu erreichen. Dabei handelt es sich um den Zustand, in dem allmählich ein Großteil der Bevölkerung dem Virus ausgesetzt war, was zu einer hinreichend großen Immunität führen soll, was eine weitere Ausbreitung des Virus schwerer macht. Dieser Vorgang soll jedoch künstlich abgebremst werden, damit die Gesundheitsinfrastruktur in den Ländern nicht überlastet wird, da viele Beatmungsgeräte und andere Resourcen benötigt werden würden, um schwer kranke Patienten zu behandeln.

Zu dieser Darstellung gibt es mittlerweile in den Leitmedien und in großen Teilen der Gesellschaft keine Alternative mehr und abweichende Meinungen tauchen kaum auf. Diese nie zuvor gekannte Einschränkung der Bevölkerung wird in der öffentlichen Wahrnehmung größtenteils als unumgänglich akzeptiert und auch weiterverbreitet und unterstützt.

In diesem Artikel wird aus diesem Grund eine Zusammenstellung abweichender und gegenteiliger Meinungen angeboten. Dies soll ein breiteres Meinungsspektrum anbieten und aufzeigen, dass die Lage keineswegs so eindeutig ist, wie es in den Leitmedien den Eindruck macht. Besonders auffschlussreiche Beiträge werden im folgenden ausführlich dargestellt. Am Ende erfolgt eine zeitlich sortierte Quellensammlung von Beiträgen, die bereits genanntes noch einmal bestätigen, oder weitere kleinere Puzzleteile zum Gesamtbild hinzufügen. Schließlich endet der Artikel mit einer Zusammenfassung von Kernpunkten und meinen persönlichen Schlussfolgerungen aus den aufgeführten Informationen.

HINWEIS vom 1. November 2020: Viele der im folgenden verlinkten Videos und Tonspuren sind mittlerweile von Plattformen wie YouTube entfernt worden. Ich versuche die Verweise durch alternative Quellen zu ersetzen soweit möglich.

Interview mit Dr. Claus Köhnlein

Video- und Audiospur auf kenfm.de, Stand 8. April 2020, Länge 15:57 Minuten

Alternative Links zum Gespräch:

Dr. Köhnlein ist Internist mit eigener Praxis in Kiel. Er ist Mitautor eines Buches über den „Virus-Wahn: Schweinegrippe, Vogelgrippe“1), weshalb er auf die aktuelle Corona-Thematik einen eigenen professionellen Blickwinkel hat. Einige besonders interessante Aussagen im Gespräch sind die folgenden:

  • Herr Köhnlein berichtet über die Funktionsweise des Corona-Testverfahrens, das seiner Meinung nach viel zu empfindlich ist und daher keine Rückschlüsse auf irgendwelche Krankheitsursachen zulässt. Dies zeige sich auch daran, dass viele der positiv getesteten Personen keine oder kaum Beschwerden habe.
  • Die Gefährlichkeit der Corona-Erkrankung schätzt Herr Köhnlein als gering ein. Ein besonderes Muster bei dieser Erkrankung gebe es nicht und die Beschwerden seien oftmals auch kaum unterscheidbar von der herkömmlichen Influenza.
  • Interessanterweise bringt Dr. Köhnlein die Vermutung auf, dass das neuartige Corona-Virus vielleicht gar nicht neuartig ist. Da die Verbreitungsgeschwindigkeit relativ gering sei hält er es für möglich, dass die Bevölkerung schon seit längerer Zeit „Bekanntschaft“ mit diesem Virus gemacht hat und es daher schnell vom Immunsystem beseitigt werden kann.

Interview mit Prof. Dr. Stefan Hockertz

Video auf YouTube, Stand 30. März 2020, Länge 12:45 Minuten

Alternative Links zum Interview:

Prof. Dr. Hockertz ist Immunologe und Toxikologe und äußert sich in diesem Interview kritisch über die Eingriffe in die Rechte der Bevölkerung zur Bekämpfung des Corona-Virus.

Er trifft unter anderem folgende Aussagen zur Thematik:

  • Das Corona-Virus ist von der Gefährlichkeit vergleichbar mit den bekannten Influenza-Erregern.
  • Derzeit wird jedoch die Entwicklung beim Corona-Virus stärker beobachtet, was zu einer verzerrten Wahrnehmung führt.
  • Nicht jeder der mit Corona-Virus stirbt, stribt auch an dem Corona-Virus.
  • Die Anzahl der Menschen, die sich tatsächlich mit Corona angesteckt hat ist vermutlich um ein vielfaches höher (ca. 10 mal höher) als die Anzahl der gemessenen Corona-Fälle. Damit wäre die Sterblichkeit ganz anders zu bewerten.
  • Die Reaktionen der Politik bezeichnet er als unverhältnismäßig, übertrieben und maßlos.
  • Das deutsche Gesundheitssystem sei derzeit nicht überlastet, es würden sogar Patienten aus dem Ausland aufgenommen und behandelt. In Südeuropa seien die Systeme jedoch chronisch überlastet, was bislang von den Medien ignoriert worden wäre.
  • Auf die hohen Todesfallzahlen durch Krankenhauskeime auch in Deutschland wäre bislang niemals Rücksicht genommen worden. In Italien und Spanien seien diese Infektionen noch erheblich höher.
  • Die Krankheit Corona sei gefährlich für ca. fünf Prozent der Bevölkerung, vor allem jene deren Lunge bereits vorgeschädigt ist. Bei diesen kann die Krankheit schwerer verlaufen.
  • Er sieht eine Hysterie mit Begriffen wie „Krieg“ in den Medien, die zu Maßnahmen führen, die zu großen Kollateralschäden führen.
  • Die Störung des sozialen Friedens durch die gegenwärtigen Einschränkungen sieht er als viel schwerwiegender als die Gefahr durch das Corona-Virus selbst.

Zusatzhinweis:

Der Wikipedia-Artikel zu Prof. Dr. Hockertz wurde vorübergehend zur Löschung vorgeschlagen durch Wikipedia-Nutzer Count (Stand 30. März 2020), Anlaß sind seine kritischen Äußerungen über COVID-19. Mittlerweile wurde der Löschantrag wieder entfernt. Stand 10. April 2020.

Interview mit Dr. Bodo Schiffmann zur Informationspolitik rund um Corona

KenFM am Telefon mit Bodo Schiffmann, Stand 5. April 2020, Länge 33:09 Minuten, Video- und Audioversion

Alternative Links zum Gespräch:

Herr Schiffmann ist Hals-Nasen-Ohren-Arzt und betreibt eine „Schwindel-Ambulanz“ für Menschen die aus ungeklärten Ursachen Schwindelanfälle erleiden. Über seine Tätigkeit ist es dazu gekommen, dass er in der letzten Zeit verstärkt Aussagen zum Corona-Thema in YouTube-Videos gemacht hat. Diese wurden aus ungeklärten Gründen teilweise gesperrt. YouTube macht dies nicht transparent. Im Telefon-Interview wird sein Blickwinkel auf die Corona-Thematik besprochen:

  • Herr Schiffmann sieht im öffentlichen Umgang mit dem Corona-Thema durch Politik und Medien ein Grundprinzip verletzt, welches er aus seiner eigenen früheren Tätigkeit als Rettungssanitäter kennengelernt hat: Egal wie schlimm die Lage ist, man darf niemals zeigen, dass man selbst Angst hat. In diesem Zusammenhang ist es ihm unerklärlich, weshalb hier so viel Angst bei den Menschen erzeugt wird.
  • Er stellt die Frage nach Ursache und Wirkung. Er vergleicht einige der Vorgänge der jüngeren Zeit mit dem Bild eines Kreuzfahrtschiffes auf dem der Kapitän die Durchsage macht: Liebe Gäste wir haben leider ein Leck im Schiff aber nur zwei Rettungsbote. So ist er zum Beispiel der Meinung, dass chaotische Zustände in New York erst entstanden sind, nachdem Medien die Berichterstattung und die Politik die Corona-Maßnahmen verstärkt haben und zum Beispiel das Militär haben aushelfen lassen, um medizinische Güter anzuliefern.
  • Er verweist auch darauf, dass das Robert-Koch-Institut in aktuellen Leitlinien 2) davon abrät Obduktionen an Corona-Toten vorzunehmen (Anmerkung: die Leitlinien wurden wohl zwischenzeitlich geändert). Stattdessen werden einfach alle Menschen die sterben und einen positiven Corona-Test haben in die Corona-Todesstastistik aufgenommen.
  • Es ist ihm unklar, warum eine staatliche Behörde wie etwa das federführende Robert-Koch-Institut nicht selbst groß angelegte und wissenschaftlich aussagekräftige Untersuchungen vornimmt. Stattdessen unternimmt derzeit der Virologe Dr. Streeck von der Universität Bonn auf eigene Initiative eine Untersuchung der Bevölkerung in Heinsberg, wo eine frühe Häufung von Corona-Fällen festgestellt wurde. Zu den bisher bereits bekannt gewordenen Ergebnissen daraus gehört laut Schiffmann, dass Streeck nicht in der Lage war von Gegenständen wie Mobiltelefonen das Corona-Virus anzuzüchten. Das weist darauf hin, dass die Übertragung der Krankheit über Gegenstände (Schmierinfektion) entgegen anders lautender Darstellungen in den Medien Wochen zuvor überhaupt nicht möglich ist.
  • Das aktuelle Corona-Testverfahren stellt Bruchstücke von Virus-Erbinformation fest aber es gibt noch keinen Test auf Antikörper auf das Corona-Virus. Das bedeutet, dass etwa ein Mensch der bereits mit dem Corona-Virus in Kontakt gekommen ist und dessen Immunsystem bereits gegen das Virus gerüstet ist aus Sicht der aktuellen Testverfahren als ein noch nicht Infizierter erscheint, obwohl er gar nicht mehr an dem Virus erkranken kann. (Anmerkung: vielleicht meinte Dr. Schiffmann auch nur, dass es keinen zuverlässigen Test auf Antikörper gibt, da Dr. Streeck in seiner Untersuchung sehr wohl Tests auf Antikörper durchgeführt hat).
  • Im New England Journal of Medicine, einem angesehenen Fachmagazin für die Medizin, wurde in der Ausgabe vom 26. März 2020 ein Leitartikel veröffentlicht, der zu dem Schluss kommt, dass sich die Corona-Erkrankung eher mit einer etwas schwerer verlaufenden Grippe (vgl. Influenza) vergleichen lässt und nicht mit den SARS-Viren, die eine erheblich höhere Todesfallzahl aufweisen. Der Absatz auf den er sich bezieht lautet wie folgt:

    On the basis of a case definition requiring a diagnosis of pneumonia, the currently reported case fatality rate is approximately 2%. In another article in the Journal, Guan et al. report mortality of 1.4% among 1099 patients with laboratory-confirmed Covid-19; these patients had a wide spectrum of disease severity. If one assumes that the number of asymptomatic or minimally symptomatic cases is several times as high as the number of reported cases, the case fatality rate may be considerably less than 1%. This suggests that the overall clinical consequences of Covid-19 may ultimately be more akin to those of a severe seasonal influenza (which has a case fatality rate of approximately 0.1%) or a pandemic influenza (similar to those in 1957 and 1968) rather than a disease similar to SARS or MERS, which have had case fatality rates of 9 to 10% and 36%, respectively.

    Eigene Übersetzung aus dem Englischen:

    Auf der Basis einer Falldefinition die eine Diagnose auf Lungenentzündung voraussetzt, beträgt die aktuell berichtete Todesfallrate etwa zwei Prozent. In einem anderen Artikel dieser Ausgabe stellen Guan et al. eine Sterblichkeit von 1,4 Prozent unter 1.099 Patienten mit labor-bestätigter Covid-19-Infektion fest; diese Patienten zeigten ein breites Spektrum bezüglich des Schweregrads der Erkrankung. Wenn man annimmt, dass die Zahl der asymptomatisch oder nur gering symptomatisch verlaufenden Fälle mehrfach so groß ist, wie die Anzahl der festgestellten Fälle, kann die Sterblichkeitsrate bei erheblich weniger als einem Prozent liegen. Dies lässt vermuten, dass die klinischen Folgen von Covid-19 insgesamt eher denen einer starken Influenza gleichen (welche eine Sterblichkeitsrate von etwa 0,1 Prozent aufweist) oder denen einer pandemischen Influenza (vergleichbar mit dem Auftreten in den Jahren 1957 und 1968) und nicht mit einer Krankheit wie SARS oder MERS, welche eine Sterblichkeitsrate von neun bis zehn Prozent bzw. 36 Prozent aufwiesen.

    Aus dem Editorial des New England Medical Journal der Ausgabe vom 26. März 2020, Titel: „Covid-19 - Navigating the Uncharted“

Aktualisiering 4. Mai 2020

Es gibt mittlerweile ein ausführlicheres Interview mit Dr. Schiffmann.

Swiss Propaganda Research zu den Vorgängen in Norditalien

Corona-Informationsseite von swprs.org

swprs.org ist ein Schweizer Projekt zur Aufklärung von Propaganda. Unter dem angegebenen Link finden sich einige Erkenntnisse speziell zu der in Leitmedien als „Epizentrum von Corona in Europa“ dargestellten Lage in Norditalien. Folgende Punkte werden unter anderem angeführt:

  • Die Luftqualität in norditalienischen Städten gehört zu der schlechtesten weltweit und dadurch haben viele Einwohner bereits chronische Erkrankungen der Atemwege, was diese anfälliger für schwere Erkrankungen macht. Weiterhin habe Norditalien eine der ältesten Bevölkerungen in Europa. Das Potential für mehr Todesfälle in der alten Bevölkerung ist dort also größer als in anderen Gebieten.
  • Weniger als ein Prozent der verstorbenen Menschen waren junge und gesunde Menschen. Das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei 81 Jahren und sie hatten jeweils eine oder gar mehrere schwere Vorerkrankungen.
  • Studien deuten darauf hin, dass die weltweit verwendeten Viren-Tests unter Umständen ein falsch positives Ergebnis anzeigen, so dass es sich tatsächlich nicht um die neue Form des Corona-Virus, sondern um alte Formen handelt. Auch falsch-negative Ergebnisse sollen möglich sein.
  • Die Zahl der positiv auf Corona-Viren getesteten Personen sei nicht aussagekräftig, sondern nur die Zahl der tatsächlich und unerwartet an einer Lungenentzündung Erkrankten oder Verstorbenen (die sogenannte Übersterblichkeit).

Aktualisierung 8. April 2020

  • Auf swprs.org wurde das „finale Update“ zur Corona-Thematik veröffentlicht. Nach Meinung der Autoren sind nun hinreichend Belege gesammelt worden, dass es keine feststellbare erhöhte Gefahr wie in den Medien dargestellt gebe.
  • Auf ihrer Seite haben die Autoren unermüdlich Informationen aus unterschiedlichsten Quellen zusammengesammelt, die hier im einzelnen aufzulisten leider nicht möglich ist.

Folgende dort aufgeführten Gesichtspunkte möchte ich jedoch noch hervorheben:

  • Die Weltgesundheitsorganisation selbst verweist in einem aktualisierten Faktenblatt darauf, dass sich COVID-19 langsamer als Influenza verbreitet. Eine besonders schnelle Ausbreitung der Krankheit wurde oftmals auch als Grund angeführt, warum all die Corona-Maßnahmen notwendig sind, um eine Überlastung der Gesundheitssysteme zu verhindern. Die schnelle Ausbreitung der Krankheit gilt auch als eine der Voraussetzungen, um überhaupt den Fall einer Pandemie auszurufen.

    The speed of transmission is an important point of difference between the two viruses. Influenza has a shorter median incubation period (the time from infection to appearance of symptoms) and a shorter serial interval (the time between successive cases) than COVID-19 virus. The serial interval for COVID-19 virus is estimated to be 5-6 days, while for influenza virus, the serial interval is 3 days. This means that influenza can spread faster than COVID-19.

    Die Übertragungsschwindigkeit ist ein großer Unterschied zwischen den beiden Viren [zwischen Corona und Influenza, Anm. d. Übersetzers]. Influenza hat eine kürzere mediane Inkubationszeit (die Zeit zwischen der Infektion und dem auftreten erster Symptome) und ein kürzeres Serienintervall (die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Fällen) als das COVID-19 Virus. Das Serienintervall für COVID-19 wird auf 5-6 Tage geschätzt, während beim Influenza das Serienintervall bei 3 Tagen liegt. Das bedeutet, dass sich Influenza schneller ausbreiten kann als COVID-19.

    Zitat aus dem WHO-Faktenblatt zur Corona-Pandemie mit eigener Übersetzung, Stand 9. April 2020

  • In Italien wurde berichtet, dass neun von zehn Verstorbenen im Gebiet der Lombardei gar nicht erst in eine Intensivstation eingeliefert wurden, sondern zu Hause auf ganz normalem Wege gestorben sind. Der Artikel versucht dies in Verbindung mit mangelnder Gesundheitsversorgung zu bringen, jedoch kann es genauso gut sein, dass die Menschen aus anderen Gründen als Atemnot gestorben sind und gar nicht versucht wurde sie in ein Krankenhaus zu bringen.
  • Es gibt Berichte darüber, dass schon lange vor der Verbreitung der Corona-Informationen seltsame und gehäufte Fälle von Lungenentzündungen in Italien aufgetreten sind.

EuroMOMO Erfassung der Sterblichkeitsrate in europäischen Ländern

EuroMOMO Übersichtskarte

Das EuroMOMO-Projekt erfasst seit 2009 die Sterblichkeitsrate in vielen europäischen Ländern. Dies geschieht über relativ träge aber zuverlässig gelieferte Daten basierend auf Totenscheinen die von Behörden in den jeweiligen Ländern ausgestellt werden.

Bislang (Stand 31.03.2020) zeigen sich keine nennenswert erhöhten Sterblichkeitsraten in den EuroMOMO-Daten, insbesondere nicht in den von Leitmedien genannten Krisengebieten Italien und Spanien.

Die Betreiber des Projekts weisen derzeit darauf hin, dass sie viele Anfragen darüber erhalten haben, und selbst noch keine Erklärung dafür haben. Die Daten seien jedoch mit Vorsicht zu bewerten, da die Todesmeldungen nur zeitverzögert bei ihnen eintreffen und regionale Spitzen von Todesfällen in der nationalen Gesamtsicht wieder untergehen können.

Aktualisierung 3. April 2020

Mittlerweile sind neue EuroMOMO-Daten verfügbar, die tatsächlich in Italien und Spanien, wo in den vergangenen Wochen von vermehrten Todesfällen berichtet wurde, eine „sehr hohe“ Sterblichkeit anzeigen. Damit sind erstmals verlässliche Daten bezüglich der sogenannten Übersterblichkeit verfügbar, die die Detailberichte der vergangenen Zeit in den Medien bestätigen.

Was die Daten jedoch nicht sagen können ist, ob die zusätzlichen Todesfälle ursächlich durch den neuen Corona-Virus entstanden sind. Auffällig ist, dass nur Italien und Spanien erheblich betroffen sind, während in anderen europäischen Ländern bestenfalls eine erhöhte Sterblichkeit wie in Großbritannien vorliegt. Das lässt vermuten, dass mehr als nur ein Faktor (das Coronavirus) ursächlich für die Zustände in Norditalien und Spanien sind.

Man kann auch in den älteren EuroMOMO-Daten zum Beispiel in den Kalenderwochen 6 bis 10 des Jahres 2019 Länder mit einer „sehr hohen“ Sterblichkeit sehen. Abwechselnd sind hier Portugal, Spanien und Frankreich davon betroffen gewesen. Damals gab es jedoch keine intensive Berichterstattung und keine eskalierenden Einschränkungen von Seiten der Staaten.

Aktualisierung 14. April 2020

Weitere aktuelle EuroMOMO-Daten zeigen nun eine sehr hohe Sterblichkeit in weiteren Ländern und somit nun in Frankreich, Spanien, Großbritannien, Italien, der Schweiz sowie in den Niederlanden. Damit kann davon ausgegangen werden, dass tatsächlich eine starke Grippewelle in den vergangenen Monaten in großen Teilen Europas geherrscht hat. Die zusammengefasste Übersterblichkeit für die teilnehmenden Länder liegt demnach aktuell in der Altersgruppe über 65 Jahren bei über 10.000 Todesfällen. Damit liegt sie noch etwas höher als im Vorjahr.

Die Daten zeigen sehr gut, dass nur Menschen hohen Alters betroffen sind so wie in den Jahren zuvor und damit weiterhin kein Anhaltspunkt dafür besteht, dass gesunde und weniger alte Menschen einer besonderen Gefahr ausgesetzt sind.

Noch nicht belegt ist damit jedoch der „schlimmste anzunehmende Fall“, der derzeit die Arbeitsgrundlage in Deutschland ist, wo davon ausgegangen wird, dass Millionen Menschen sterben würden wenn das Corona-Virus sich unkontrolliert ausbreitet.

Aktualisierung 27. April 2020

Das EuroMOMO-Projekt scheint zwischenzeitlich seine Webseite und Darstellung geändert zu haben. Es wurde eine neue Kategorie eingeführt „extremely high excess“ (zu deutsch: extrem hohe Sterblichkeit). Die zuvor bereits benannten Länder haben für Kalenderwoche 15 eine solche extrem hohe Sterblichkeit (Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien, Niederlande). Für die neueste verfügbare Kalenderwoche 16 ist diese extrem hohe Sterblichkeit jedoch nur noch eine moderate Sterblichkeit („moderate excess“) mit Außnahme von Großbritannien.

Nach dieser Darstellung hat es dieses Jahr eine höhere Sterblichkeit in diesen Ländern selbst im Vergleich zur starken Grippewelle vor einem Jahr gegeben. Jedoch geht die Sterblichkeit schon wieder stark zurück, was zu aktuellen Aussagen von Virologen passt, die sich dahingehend äußern, dass die Epidemie in Europa vorbei sei.

Zur Situation der Übersterblichkeit in Deutschland kann man mittlerweile auf vorläufige Daten des statistischen Bundesamtes zurückgreifen, die in einem Artikel auf heise Telepolis aufbereitet wurden. Dort sieht man im Vergleich zu den Vorjahren sogar eine geringere Sterblichkeit. Diese Zahlen reichen derzeit nur bis zum 15. März 2020, das heißt bis zu einem Datum kurz bevor die Zwangsmaßnahmen in Deutschland eingeführt wurden (darunter: Reiseverbote, Ausgangsbeschränkungen, Schließung von Geschäften). Außer der medialen Darstellung der „Krise“ war bis zu diesem Datum also noch nichts geschehen, dass die Sterblichkeit hätte senken können.

Interview mit Professorin Karin Mölling

Telefon-Interview bei KenFM (Video, sowie reine Audioversion, Stand 1. April 2020, 53:39 Minuten Länge)

Alternative Links zum Gespräch:

Professorin Karin Mölling ist Virologin und war am Max-Plank-Institut und an der Universität Zürich tätig. Sie spricht im Interview über die Situation in Verbindung mit dem Corona-Virus.

Auffällig für mich an dem Interview ist, dass sich Frau Mölling im ersten Teil des Gesprächs an den derzeit in den Leitmedien besprochenen Themen abarbeitet und es nicht viele Überraschungen gibt. In der zweiten Hälfte des Interviews scheint ihr erst so richtig die Unverhältnismäßigkeit zwischen der tatsächlichen Situation und der medialen Darstellung sowie der staatlichen Beschränkungen richtig bewusst zu werden. Ab ca. Minute 32 beginnen einige interessante Aussagen diesbezüglich.

Einige wichtige Gesichtspunkte, die Frau Mölling erwähnt:

  • Die verfügbaren Corona-Testkits sind derzeit nur in begrenzter Zahl vorhanden und das Testen dauert sehr lange, die Ergebnisse stehen erst nach ca. acht Stunden zur Verfügung. Dadurch besteht eine relativ große Verzögerung bis man reagieren kann. Eine größere Bandbreite an Tests steht in Aussicht, aber noch kein Schnelltest, mit dem man innerhalb von Minuten ein Ergebnis feststellen kann.
  • Das Corona-Virus ist ein sehr großes Virus, welches sich für Viren untypisch nur sehr langsam verändert. Das heißt es kann sich nicht so schnell anpassen wie etwa Influenza-Viren, die jedes Jahr in einer neuen Form auftreten.
  • Eine sogenannte Zwangs-Impfung, wie sie kürzlich in Dänemark rechtlich vorbereitet wurde sieht sie beim Corona-Virus nicht angebracht, da es keine so große Gefährlichkeit besitzt. Zwangsimpfungen wären nur angebracht wenn eine für jeden gefährliche Krankheit grassiert wie etwa früher erlebt bei der Pest.
  • Das Robert-Koch-Institut hat eigens Änderungen an der Pandemie-Definition vorgenommen, damit sie auf das Corona-Virus angewendet werden kann, jedoch nicht auf Influenza.
  • In der Grippeperiode der Jahre 2018/2019 gab es 25.100 Todesfälle und 350.000 Infizierte an Influenza in Deutschland. 1,5 Millionen Todesfälle an Influenza gab es weltweit. Dennoch gab es keine Pandemieerklärung und keine erhöhte Medienberichterstattung über den Verlauf. Auch Frau Mölling kann sich dieses Missverhältnis nicht erklären. Das gilt ihrer Meinung nach auch in Bezug auf Todesfälle durch Krankenhauskeime. Sie vermutet hier eine psychologische und kommunikative Komponente, die aktuell zu großer Aufregung führt.
  • Die Luftverschmutzung in China und Italien ist ein Faktor bei der Verbreitung von Krankheiten. Viren können sich an die Schmutzpartikel in der Luft haften. Die Bevölkerung hat oftmals einen chronischen Husten. Die Lombardei in Norditalien wird oft gleich kurz nach China als Beispiel für die größte Luftverschmutzung in der Welt genannt.
  • Hohe Bevölkerungsdichte und hohe Mobilität sind die wichtigsten Faktoren für die Verbreitung von Krankheiten und Überlastung von Gesundheitssystemen.
  • 2.500 Menschen sterben unter normalen Umständen täglich in Deutschland auch ohne Epidemie. Das Corona-Virus kann hier oft eine nachgelagerte Infektion sein, die nicht ursächlich für den Tod der Menschen ist.
  • Es gibt immer mehr als einen Grund für Unterschiede in den Todesraten zwischen den Ländern und es gibt keine einfache Erklärung.

Interview mit Dr. Raphael Bonelli aus Österreich

Telefon-Interview bei KenFM (Video, auch reine Audioversion, Stand 1. April 2020, 32:50 Minuten Länge)

Alternative Links zum Gespräch:

Dr. Bonelli ist Neurowissenschaftler an der Sigmund-Freud-Universität in Wien sowie Psychiater und Psychotherapeuth. Er spricht über das Leben unter den Beschränkungen in Österreich, wo derzeit ein noch strikteres Ausgehverbot als in Deutschland besteht. Er bewertet die Lage aus psychologischer Sicht.

Einige interessante Aussagen von Herrn Bonelli:

  • Ab Minute 7 gibt es eine kurze Einschätzung zur Gefährlichkeit des Corona-Virus. Für die meisten Menschen sei der Virus ungefährlich, doch je älter man wird desto gefährlicher wird auch das Virus. Die große Frage ist stirbt jemand mit dem Virus oder an dem Virus. Es gibt viele Sterbende, die an Corona gestorben sind aber vielleicht ohne Corona in kurzer Zeit an etwas anderem gestorben wären.
  • Ab Minute 8 wird über das Tabu „Tod“ in unserer Gesellschaft gesprochen. Er sieht bei vielen Leuten eine panische Angst vor dem Tod. Um den Tod zu verhindern, fordern die Menschen radikale Maßnahmen auch von ihren Mitmenschen.
  • Ab Minute 17:50 wird über wachsenden gesellschaftlichen Druck sich der Mehrheitsmeinung anzupassen gesprochen. Man wird als Verschwörungstheoretiker in eine Ecke gestellt, wenn man es wagt seine Meinung zu sagen.
  • Unter vier Augen berichten ihm auch hohe Politiker, dass sie die Vorgänge auch als übertrieben betrachten, dass es jedoch ein System sei, welches von selbst immer weiter läuft und nun nicht mehr von Einzelnen gestoppt werden kann.
  • Ab Minute 30:15 geht es um eine „Überdosis Medien“, die man sich derzeit mit Bezug auf die Corona-Thematik einfangen kann. Viele Menschen fühlen sich nicht mehr gut, wenn sie die überbordende Berichterstattung konsumieren. Dabei erzählen ihm Ärztekollegen, dass man tatsächlich nur sehr wenig über das Corona-Virus weiß. Dass dennoch unablässig darüber berichtet werde, sei gefährlich.

Interview mit dem italienischen Journalisten und Dokumentarfilmer Fulvio Grimaldi

Telefon-Interview bei KenFM (Video, auch reine Audioversion, Stand 1. April 2020, 32:38 Minuten Länge)

Alternative Links zum Gespräch:

Herr Grimaldi ist altgedienter Journalist und Dokumentarfilmer. Insbesondere arbeitete er lange Jahre im Bereich der Kriegsberichterstattung. Er berichtet in diesem Interview aus erster Hand über seine Erfahrungen in den letzten Wochen in Italien, wo nach seinen Angaben derzeit im Tagesrhythmus neue Beschränkungen erlassen werden, und wo er sich derzeit nur weil er einen Hund besitzt ca. hundert Meter um sein Haus herum bewegen darf.

Einige interessante Aussagen von Herrn Grimaldi:

  • Das Parlament im Lande ist derzeit ausgeschaltet und der Ministerpräsident entscheidet nur in Abstimmung mit den Präsidenten der Regionen immer strengere Maßnahmen, die vor allem von den nördlichen Regionen Italiens, die am stärksten betroffen sind, gefordert werden.
  • Er verweist darauf, dass die nördlichen Regionen wie in Südtirol schon seit Jahren Bestrebungen haben, sich von Italien abzutrennen. Hier wird also auch politischer Druck ausgeübt.
  • Alle 24 Stunden kommen neue Anordnungen und die Menschen wissen nicht mehr, was sie tun sollen.
  • Nur Lebensmittelgeschäfte und Elektronikgeschäfte dürfen noch geöffnet haben. Letzteres sei wichtig, denn die Menschen würden über ihre Mobiltelefone beobachtet und kontrolliert.
  • Die Menschen sitzen seit drei Wochen zu Hause, was große physische und psychische Belastungen bedeutet. Währrenddessen wird in den Medien geraten, dass sich die Menschen am Familienleben zu Hause erfreuen sollen. Herr Grimaldi sieht hier, dass das nur für reiche Bürger mit großen Häusern ud Grundstücken möglich ist, während dies für den Großteil der Bevölkerung eine Extremsituation bedeutet.
  • Derzeit würde in Italien der 31. Juli als Endtermin für die „Einsperrung der Menschen“ gehandelt. Herr Grimaldi fürchtet, dass das Andauern der Extremsituation eine extrem schlechte Auswirkung auf die Gesundheit und das Immunsystem der Menschen haben wird.
  • In den Straßen gebe es nur das Militär, die Finanzpolizei und die Carabinieri. Alle diese Organisationen haben das Recht die Bürger zu prüfen. Immer wenn man auf die Straße geht muss man einen Schein vorzeigen können, auf dem erklärt wird, dass man aus einem besonders wichtigen Grund unterwegs ist.
  • Es ist nicht mehr erlaubt Ärzte auf normalem Wege aufzusuchen, sondern nur per Telefon oder Video können noch Untersuchungen vorgenommen werden.
  • Ab Minute 12 geht Herr Grimaldi auf die Verflechtungen von der Weltgesundheitsorganisation WHO mit den großen Pharmakonzernen ein. Er verweist auf die Geschehnisse rund um die Schweinegrippe-Pandemie, während welcher die getroffenen Vorhersagen nicht eintroffen sind, jedoch große Mengen an Medikamenten und Impfstoffen verschwendet wurden.
  • Ab Minute 14 berichtet Herr Grimaldi über eine angesehene Virologin und Direktorin des größten Mailänder Krankenhauses Maria Rita Gismondo, die sich ebenso wie einige andere Virologen in Deutschland kritisch über die Zuordnung aller Todesfälle mit positivem Corona-Testergebnis zu Corona-Todesfällen geäußert hat. Laut Grimaldi sah sich Frau Gismondo in der Folge großen Anfeindungen in den Medien ausgesetzt.
  • Insgesamt zeichnet Herr Grimaldi ein eher düsteres Bild und fürchtet, dass sich die Gesellschaft auf lange Zeit nicht wieder von diesen Vorgängen erholen wird. Er sieht eine Zukunft in der weitgehend isolierte Menschen nur noch von zu Hause aus arbeiten und ein normales soziales Miteinander oder gar sozialer Protest nicht mehr möglich sein werden.

Aussagen von Professorin Maria Rita Gismondo vom Mailänder Krankenhaus Sacco

Wie im vorherigen Abschnitt von Herrn Grimaldi erwähnt äußert sich Professorin Maria Rita Gismondo kritisch über einige Aspekte der derzeitigen Berichterstattung über das Corona-Virus in Italien. Professorin Gismondo ist eine italienische Virologin die am größten Mailänder Klinikum Sacco tätig ist. Mailand ist die größte Stadt Norditaliens und liegt im Bereich des Corona-Krankheitsherds von dem in den Medien seit Wochen berichtet wird.

In der Mailänder Tageszeitung La Repubblica wurde am 4. März 2020 ein Interview mit Frau Maria Rita Gismondo veröffentlicht (italienische Sprache, Stand 1. April 2020). In dem Interview ging es um die Corona-Situation in Norditalien. Im folgenden einige (vom Autor) übersetzte Auszüge aus dem Interview:

Frau Professor, die Zahlen, die heute aus der Region gemeldet werden, scheinen nicht sehr beruhigend zu sein.

Beziehen Sie sich auf die neu eingelieferten Krankenhauspatienten? Wir haben sie erwartet.

200 neue Patienten in nur einem Tag beunruhigen Sie nicht?

Die Gesamtzahl der Partienten befindet sich immer noch im Rahmen. Und ich wiederhole noch einmal: die neuen Patienten waren erwartet worden. In den letzten Tagen gab es eine erhöhte Anzahl von Infektionen. Aber sie sind alle auf den ersten Ausbruch zurückzuführen. Wir können die Spur des Virus gut zurückverfolgen. Es ist kritisch mit der Anzahl der Patienten, die sich auf der Intensivstation befinden. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass es sich im Vergleich zu den Coronavirus-positiven Personen um eine sehr geringe Anzahl von Patienten handelt.

Auf der ganzen Welt haben Menschen die aus der Lombardei kommen Probleme. Es häufen sich die Berichte über Fälle, dass Leute die aus den italienischen Regionen mit großer Infektionszahl kommen nicht mehr erwünscht sind. In den Hotels. Aber nicht nur dort.

Wenn es die Maßnahmen in der Region Lombardei nicht geben würde, insbesondere in der Region Lodi, wären dies berechtige Befürchtungen. Aber glauben Sie mir, es gibt keinen Grund für diese Befürchtungen.

Wäre es nicht besser die Bewegungsfreiheit der Menschen einzuschränken?

Beginnen wir mit einer Grundaussage. Wenn in diesem Moment ein jeder von uns in seinem Haus isoliert wäre, jeder sein eigenes Zimmer und Badezimmer hätte dann würde diese Situation in zwei Wochen vorüber sein.

Aber?

Es ist nicht möglich das zu realisieren. Diejenigen die krank sind müssen in Quarantäne und diejenigen die in den roten Zonen leben dürfen sich nicht fortbewegen. Aber die Welt kann nicht gestoppt werden. Und selbst wenn wir alle in der Lombardei festhalten, wird es die Virusausbreitung nicht zu 100 Prozent stoppen. Das Virus würde woanders hingehen. Sehen Sie, was der Virus uns gelehrt hat?

Was Frau Professor?

In einer Welt, die Mauern errichten will, hat uns die Natur gezeigt, dass es keine Grenzen gibt. Um zu den Maßnahmen zurückzukommen: Es wurde beschlossen ein Gleichgewicht zwischen der maximalen Eindämmung des Virus und der geringsten Beeinträchtigung des öffentlichen Lebens herzustellen.

Im Moment sind die Menschen zwischen zwei Gefühlen hin- und hergerissen. Es gibt diejenigen, die einfach nur Angst haben. Und diejenigen die sich fragen, wer die Lage in den Griff bekommt.

Darüber sollten Sie mit einem Psychologen sprechen. Aber es ist so. Und wenn eine Panik erst einmal erzeugt ist, machen sich die Menschen umso mehr Sorgen je mehr sie versuchen ihre Seelen zu beruhigen. Das richtige Verhalten im Moment ist es ein vernünftiges Maß an Angst zu haben. Und gegen das Unbekannte Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Sie selbst versuchen jedoch alle zu beruhigen.

Wir müssen die Dinge so sagen, wie sie sind. Ein Techniker spricht mit Zahlen. Und ob es Ihnen gefällt oder nicht im Moment sprechen wir von einer niedrigen Sterblichkeit. Es ist eine neue Krankheit für die es noch keine Therapie und keine Impfung gibt. Aber wir müssen vor allem Schockreaktionen vermeiden, die für niemanden gut sind.

Es scheint, dass das Virus seit Wochen im Umlauf ist. Wurde außer der Proben in den letzten Tagen versucht die Lungenentzündungen der vergangenen Monate zu untersuchen, um die Ausbreitung der Epidemie nachzuvollziehen?

Wir wissen, dass es im Januar, auf dem Höhepunkt der Grippe, eine erhöhte Anzahl von Lungentzündungen gab, die ein untypisches Bild zeigten. Wir vermuten, dass es sich um unerkannte Coronavirus-Erkrankungen gehandelt haben könnte. Sicherlich geht die Krankheit schon seit Wochen herum.

In der italienischen Zeitung Tagenszeitung Secolo d'Italia wurde am Freitag den 27. März ein Artikel mit Aussagen von Frau Professorin Gismondo veröffentlicht. Es folgen einige (vom Autor) übersetzte Auszüge aus dem Artikel:

Gismondo ermahnt ausdrücklich zum Thema Coronavirus: es ist genug damit Zahlen über positiv getestete Personen herunterzurasseln.

Es darf nicht mehr über die Zahl der positiv auf das neue Coronavirus getesteten Personen berichtet werden. Aus wissenschaftlicher Sicht sind es unsaubere Daten, die nicht nur die Höhe der Sterblichkeit verfälschen, sondern den Bürgern auch einen falschen Eindruck verschaffen. Es führt zu einer Beeinflussung der Psyche und des Verhaltens. Dies ist der vehemente Appell den die Mikrobiologin an die für die Kommunikation zuständigen Behörden bezüglich der Zahl der Infizierten richtet.

Angesichts der wirren Zahlen wurde die Lombardei gestern nach Tagen der Hoffnung in einen Alarmzustand versetzt. Mir schaudert angesichts dessen wirklich, versicherte die Virologin Gismondo, Direktorin des klinischen Labors für Mikrobiologie, Virologie und Diagnostik der Krankenhauses Sacco. […] Vor allem deshalb, da jeden Tag die Zahl der getesteten Personen schwankt. Die Ergebnisse beziehen sich also auf eine sehr ungleichmäßige Stichprobe. Es ist eine Menge die aus Menschen mit Symptomen und aus solchen ohne Symptome besteht. In einigen Fällen wurden sogar dieselben Personen ein zweites oder drittes Mal getestet.

Es sind unzuverlässige Zahlen, die das Verhalten der Bürger ändern können. Die tatsächliche Anzahl der Coronavirus-Positiven kann nur nach einer epidemiologischen Studie festgestellt werden, warnt Gismondo. Weiterhin warnt sie: Die einzigen verlässlichen Zahlen heute stammen von subintensiven und intensiv behandelten Krankenhauspatienten und wer von diesen Patienzen stirbt. Heute können wir nur über den Prozentsatz an Toten derjenigen sprechen, die ins Krankenhaus gekommen sind. Alle anderen Zahlen sind »gefälscht« und fälschen damit auch den Eindruck der Menschen. Sie können auch einen gefährlichen Einfluss auf die Psyche haben.

Der offene Brief von Dr. med. Sucharit Bhakdi an Bundeskanzlerin Angela Merkel

Text und Video auf swprs.org (Stand 1. April 2020, 14:17 Minuten Länge)

Der Professor im Ruhestand Dr. med. Sucharit Bhakdi ist ein Mikrobiologe und war früher an der Universität Mainz tätig. Er richtet einen eindringlichen Appell an Bundeskanzlerin Merkel in Deutschland und damit an die ganze Politik mit der zentralen Frage, ob die seit Wochen berichteten Zahlen die Relevanz haben, die in der Bevölkerung vermittelt wird, und ob die damit verbundenen Eingriffe in die Freiheitsrechte dadurch gerechtfertigt sind.

Er führt unter anderem folgende Argumente an:

  • Ein erkrankter mit positivem Test auf Corona-Viren bedeutet nicht, dass dieser Mensch in ein Krankenhaus muss. Das wird jedoch angenommen und darauf basiert die Annahme, dass das Gesundheitssystem überlastet werden würde, wenn das Virus sich unkontrolliert verbreitet.
  • Die Gleichstellung der Zahl festgestellter Infektionen mit Erkrankungen hält er für offensichtlich unsinnig.
  • Drakonische Maßnahmen dürften nur dann ergriffen werden wenn es gesichert ist, dass ein neues Virus erheblich gefährlicher ist, als was bislang in diesem Bereich bekannt ist. Und dafür müssten wissenschaftlich belastbare Daten vorliegen.
  • Es sei erst am 19. März eine belastbare Studie aus Frankreich veröffentlicht worden, die eine vergleichbare Sterblichkeit im Vergleich zu bisher bekannten Corona-Viren feststellt. Damit wäre kein erhöhtes Gefahrenpotential vorhanden.
  • Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würde sich dieses Virus nicht als besonders gefährliches Virus herausstellen.
  • Die hohen Todeszahlen in Italien und Spanien hält er für handwerklich falsch gemacht, da nicht festgestellt wird, ob Menschen mit oder an Corona gestorben sind.
  • Italien ließe sich nicht mit anderen Ländern vergleichen, wegen der hohen Luftverschmutzung und dem maroden Gesundheitssystem, welche dort vorliegen.
  • Wenn sich das Corona-Virus bereits unbemerkt in großen Teilen der Bevölkerung ausgebreitet haben sollte, dann würden automatisch alle möglichen Todesfälle mit Corona verknüpft werden, auch wenn sie in keiner Weise ursächlich sind.


    Aktualisierung 23. April 2020:

Das KenFM-Portal hat mittlerweile ein ausführliches Interview mit Prof. Bhakdi veröffentlicht. Das Interview habe ich als sehr persönliche Stellungnahme von Prof. Bhakdi wahrgenommen. Es schwingt viel ehrliche Empörung über die Vorgänge im Land mit und auch darüber, wie die Wissenschaft seiner Meinung nach derzeit von Medien und Politik mißbraucht wird.

Aktualisierung 3. November 2020:

Alternativer Link zum Interview mit Professor Bhakdi: YouTube-Kanal von Professor Bhakdi

Aus jüngerer Zeit gibt es ein Folge-Interview mit der Frau von Professor Bhakdi, Prof. Dr. Karina Reiß: Video auf dem KenFM-Portal

Telefon-Interview mit Dr. Wolfgang Wodarg

Telefon-Interview bei KenFM (Video, auch reine Audioversion, Stand 1. April 2020, 23:49 Minuten Länge)

Alternative Links zum Gespräch: Tonspur auf der acast Podcast-Plattform

Dr. Wolfgang Wodarg ist Lungenfacharzt, Mitglied der Partei SPD und war unter anderem mit der politischen Aufklärung der Ausrufung der Schweinegrippe-Pandemie im Jahre 2009 beschäftigt. Er war damals und ist heute ein Kritiker der Panikmache in Verbindung mit den ausgerufenen Pandemien.

  • Dr. Wodarg sieht aktuell keine besondere Gefahr im Vergleich zu vergangenen Jahren.
  • Er hält die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie für gefährlich. Er kann die Maßnahmen nicht nachvollziehen. Die Vorsicht die aktuell praktiziert wird, würde mehr Probleme verursachen als sie löst.
  • Mit der Schweinegrippe im Jahr 2009 wurde die Definition einer Pandemie bei der Weltgesundheitsorganisation geändert. Damals gab es noch 6 Gefahrenstufen für die Pandemie, wobei die höchsten Gefahrenstufe nur bei schwersten Auswirkungen ausgerufen werden durfte, wenn das tägliche Leben unter der Erkrankung zusammenbrechen würde. Nun genügt es, dass ein Virus sich schnell ausbreitet, um den Pandemiezustand auszurufen.
  • Es sei viel wichtiger zu beobachten, was mit den Menschen passiert, als was unter dem Mikroskop passiert. Die Corona-Tests seien daher nicht besonders aussagekräftig.
  • Es sterben jedes Jahr 20.000 bis 30.000 Menschen an der Grippe in Deutschland und es wären dort immer Coronaviren beteiligt gewesen. Es wäre nur nie nachgeprüft worden, welche Viren genau daran beteiligt waren.

Zusatzhinweis:

Dr. Wodargs Aussagen haben einige Verbreitung über soziale Medien gefunden und als Reaktion darauf gab es teils heftige Gegenkritik aus den Leitmedien und es ist auch von persönlichen Angriffen die Rede. Außerdem wurde seine Mitgliedschaft bei Transparency auf Eis gelegt (Artikel von nachdenkseiten.de). Als Begründung werden nicht seine inhaltlichen Aussagen herangezogen, sondern, dass er den falschen Medien Interviews gegeben hätte.

Auch in den öffentlich-rechtlichen Medien, erwähnenswerterweise auch in der eher kritischen Satire-Sendung "Die Anstalt" wurde Dr. Wodarg ins lächerliche gezogen. Unter anderem wird in der Sendung darauf Bezug genommen, dass Dr. Wodarg „nur Lungenfacharzt“ sei, und ihm somit die Kompetenz abgesprochen wird zum Thema Virologie Aussagen zu treffen. In diesem Zusammenhang könnte man jedoch auch auf den aktuellen Leiter des Robert-Koch-Insituts (RKI) verweisen. Das RKI spielt derzeit eine wichtige Rolle bei der Lieferung und Auswertung von Daten und dient damit als Basis für politisches Handeln zur Bekämpfung der ausgerufenen Pandemie. Der Leiter des RKI Prof. Dr. H. Wieler ist Fachtierarzt für Mikrobiologie. Daran sollte man erkennen können, dass Titel und Abschlüsse nur bedingt aussagekräftig für die tatsächliche Qualifikation eines Menschen sind.

Aktualisierung 2. Mai 2020

Dr. Wodarg hat auf heise Telepolis einen weiterführenden Artikel zu seiner Sichtweise veröffentlicht.

NDR-Dokumentation "Profiteure der Angst" über den Ablauf der Schweinegrippe-Pandemie 2009

YouTube-Video (Stand 1. April 2020, Länge 56:43)

Zur Erinnerung an die Abläufe im Jahr 2009 als zuletzt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Pandemie ausgerufen wurde, welche auch lange Zeit die Medien beherrschte und zu welcher Zeit die Menschen dazu aufgerufen wurden sich impfen zu lassen.

Interessanterweise finden sich in der kritischen Dokumentation teilweise dieselben zentralen Personen wieder, die auch im aktuellen Corona-Komplex eine Rolle spielen:

  • Dr. Wolfgang Wodarg als Kritiker der WHO
  • Dr. Drosten, der aktuell sehr präsent in den deutschen Leitmedien bezüglich der Corona-Berichterstattung ist
  • Die WHO selbst und ihre Verbindungen zur Pharmaindustrie

Die düsteren Vorhersagen der WHO und ihrer Befürworter hatten sich damals nicht erfüllt und teuer eingekaufte Medikamente und Impfstoffe blieben ungenutzt. Auch die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Medikamenten und Impfstoffen waren und sind zweifelhaft.

Einige Bezugsgrößen zum Vergleich

Da momentan scheinbar jeder einzelne Todesfall auf der Welt exakt und minutiös in den Medien verfolgt wird kann es helfen einmal ein paar Bezugsgrößen hinzuzuziehen, um sich eine bessere Vorstellung über die Größenordnungen zu machen.

  • in Deutschland sterben unter normalen Umständen ca. 2.500 Menschen jeden Tag an den verschiedensten Ursachen. Dies erwähnte weiter oben auch Frau Mölling im Interview. Der Bericht des RKI für 2019 nennt eine Schätzung von 940.000 Todesfällen in Deutschland für das Jahr 2019.
  • für Italien gelten ähnliche Zahlen, hier geht man von etwa 2.000 Todesfällen pro Tag aus.
  • beachtet werden sollte auch, dass die Sterblichkeit vermutlich nicht gleichmäßig über das Jahr verteilt ist, sondern in den kalten und heißen Jahreszeiten eher höher ist als sonst.
  • In der Grippesaison 2018/2019 starben ca. 25.000 Menschen allein in Deutschland an der Grippewelle an Influenza.

Wenn das RKI also etwa am 1. April 2020 feststellt, dass in Deutschland inzwischen 732 Menschen an Corona gestorben seien dann ist das erst einmal keine alarmierende Zahl. Zudem die Einschränkung berücksichtigt werden sollte, die biele Experten geäußert haben: Sind diese Menschen einfach nur mit dem Corona-Virus gestorben, weil sie schon lange vorher damit in Kontakt kamen, oder sind sie tatsächlich an dem Corona-Virus gestorben. Dies kann massenhaft gar nicht exakt festgestellt werden.

Schon unter normalen Umständen weisen Todesbescheinigungen Fehler auf. Unter dem Eindruck der derzeitigen Berichterstattung und gesellschaftlicher Einschränkungen kann es leicht der Fall sein, dass die Verzerrung beim Ausstellen von Todesbescheinigungen noch größer ist.

Auf der Webseite intensivregister.de kann man sich einen Überblick über Kliniken in Deutschland verschaffen und wie die Auslastung der Intensivstationen dort aktuell aussieht. Dort zeigt sich nach aktuellem Stand (20. April 2020) keine Überlastung der Intensivmedizin. Von rund 27.000 registrierten Intensivbetten in ganz Deutschland sind laut der Datenbasis nur 15.500 derzeit belegt. Davon werden 2.500 Fälle mit COVID-19 in Verbindung gebracht und ca. 1.750 von diesen werden künstlich beatmet. Natürlich kann sich bei schneller Ausbreitung einer neuen Krankheit dieses Verhältnis rasch ändern. Es zeigt aber dennoch, dass gegenwärtig keine unkontrollierbare Ausnahmesituation in diesem Bereich besteht.

Im Moment kann also nicht gesagt werden, dass es besonders viele Todesfälle oder Intensivfälle gibt, die die Hysterie und Einschränkungen unserer Rechte rechtfertigen.

In der folgenden Tabelle findet sich eine unregelmäßige Fortschreibung der Belegung der Intensivbetten wie sie auf www.intensivregister.de zu finden ist im Verlauf der Zeit. Die Daten scheinen etwas zu schwanken. Die genaue Ursache ist mir nicht bekannt, vielleicht da die Datenbank gerade erst im Aufbau begriffen ist, oder da vermehrt neue Intensivbetten geschaffen werden, da die Anzahl der verfügbaren Betten relativ stark im Zeitverlauf steigt.

DatumGesamtzahl verfügbarer IntensivbettenDavon belegtDavon COVID-FälleDavon COVID-beatmet
20. April 202027.84116.0902.7001.925
21. April 202030.27217.9442.8112.040
22. April 202033.58819.2692.8122.062
23. April 202032.34319.4622.7742.042
25. April 202032.35819.4712.5751.879
27. April 202031.15118.3962.4141.741
29. April 202033.01820.0792.3451.674
2. Mai 202032.86019.3812.0691.487
4. Mai 202032.69419.3351.9901.395
9. Mai 202032.59820.0931.6171.109
12. Mai 202033.02620.5431.502998
19. Mai 202032.20720.2871.098701
25. Mai 202032.33719.639872550
29. Mai 202032.42820.648733428
2. Juni 202032.18719.756691378
11. Juni 202032.44921.020491291
7. Juli 202032.58320.983299145
21. Juli 202032.61621.232255123

Interview mit Dr. Knut Wittkowski

Telefon-Interview bei KenFM (Video, auch reine Audioversion, Stand 27. April 2020, 26:14 Minuten Länge)

Alternativer Link zum Gespräch: Tonspur auf der acast Podcast Plattform

Dr. Wittkowski war unter anderem 20 Jahre Leiter der Abteilung für „Biostatistik, Epidemiologie und Forschungsdesign“ an der Rockefeller-Universität in den Vereinigten Staaten. Im Interview äußert er sich zu seiner Behandlung in den deutschen Medien, wo ihm die Worte in den Mund gelegt wurden, er hätte sich fälschlicherweise als Professor ausgegeben, was er gar nicht ist. Weiterhin gibt er seine Sicht über den aktuellen Stand der Corona-Pandemie in Europa und den Vereinigten Staaten wieder.

  • Er empfindet, dass in Deutschland das Ansehen sowohl der Medien als auch der Politiker und mancher Experten besonders stark auf dem Spiel steht, wenn es um das Thema Corona-Pandemie geht. Dies ist aus seiner Sicht ein Grund, warum man hierzulande die Realität besonders stark verweigert.
  • Der deutsche öffentlich-rechtliche Sender ARD, der ihn seiner Ansicht nach verleumdet hat, wird laut ihm in den Vereinigten Staaten als ein Staatssender mit Regierungsinteressen wahrgenommen. Aus diesem Grund seien Anfeindungen aus dieser Richtung für ihn dort nicht so schädlich, wie dies vielleicht in Deutschland der Fall sein könnte.
  • Die Einschätzungen, die er um den 10. April zur Pandemie abgegeben hat hält er mittlerweile für weitgehend zutreffend. Schweden und Dänemark hätten in den vergangenen Jahren immer sehr ähnliche Verläufe der Grippewellen gehabt. Dies sei auch diesmal so gewesen. Auch im Vergleich von Schweden zu Finnland und Norwegen, wo wesentlich schärfere Maßnahmen ergriffen wurden, sei kein großer Unterschied zu erkennen.
  • In New York, wo er sich aufhält, sieht er die größten Probleme durch die staatlichen Maßnahmen bewirkt jedoch nicht durch das Corona-Virus. In Zeiten der Grippewelle seien Krankenhäuser immer stärker belastet, aber auch dieses Jahr nicht überlastet. Ähnliches würde er aus Deutschland hören.
  • Die Epidemie in Deutschland ist seiner Meinung nach vorbei. Die Herdenimmunität schon fast erreicht. Das Virus breite sich nur innerhalb ca. vier Wochen exponentiell aus, bis die Infektionsrate nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Dieser Punkt sei nun erreicht.
  • Die soziale Isolation, die in vielen Staaten betrieben wird, hält er dabei sogar für schädlich, weil die Immunisierung dann langsamer vonstattengeht und sich die Bevölkerung dadurch insgesamt länger mit dem Virus „beschäftigen“ muss. Trotzdem sei die Immunisierung in Deutschland mittlerweile weit fortgeschritten.
  • Für die Vorgänge in Norditalien nennt er einige Sonderfaktoren. Es könnte sein, dass dort eine etwas gefährlichere Virusart ausgebrochen sei als in anderen Ländern. Besonders leben dort aber auch viele alte Menschen. Nur Japan habe eine noch ältere Bevölkerung als Norditalien.
  • Für die zwei größten Fehler in der Behandlung der Pandemie in Deutschland hält er das Schließen der Schulen und das Herunterfahren der Wirtschaft. Es könnte sein, dass manche ältere bereits vorerkrankte Menschen durch das Virus einige Monate früher durch das Virus sterben. Das sei tragisch. Diese Menschen länger leben zu lassen stehe jedoch in keinem Verhältnis zu einem Zusammenbruch des Wirtschaftslebens. Die Kinder, die nachweislich so gut wie gar nicht durch das Virus betroffen sind, hätten keinesfalls isoliert werden dürfen, da sie eine wichtige Rolle bei der Immunisierung in der Bevölkerung spielen.
  • Der Meinung von Bundeskanzerlin Angela Merkel, die kürzlich mitteilte, dass Deutschland bezüglich des Corona-Virus noch nicht über den Berg sei, kann er sich nicht anschließen. In ganz Europa würden die Fallzahlen für das Virus zurückgehen. Da diese Fälle erst deutlich nach der eigentlichen Infektion (ca. eine Woche später) erkannt werden können, bedeute dies, dass die Infektionen schon länger zurückgehen.

Quellensammlung

Es folgt eine Liste von weiteren Quellen (Artikel und Videos) nach Datum sortiert, die weitere Zusatzinformationen zu den Vorgängen rund um das Coronavirus bereitstellen. Zu jedem Eintrag wird eine kurze Zusammenfassung des Inhalts gegeben.

  • heise Telepolis: COVID-19: Ausgelieferte Altenheime vom 3. Juni 2020
    • Teseo La Marca berichtet von den Vorgängen in Norditalien Monate nachdem die Todesfälle dort als Grundlage für Panikmache in den Medien genutzt wurden.
    • Insbesondere wirft er einen Blick in Richtung der italienischen Pflegeheime, wo die meisten Opferzahlen herrühren sollen. Die besonders gefährdete Gruppe der Alten wurde nach dieser Darstellung viel zu spät geschützt und es wurden Kranke vorzeitig aus überfüllten Krankenhäusern zurück in die Pflegeheime gebracht, was zu einer besonders schweren Ausbreitung der Krankheit dort geführt haben soll.
  • heise Telepolis: Die Corona-Wende in Deutschland vom 2. Juni 2020
    • Florian Nill führt in diesem Artikel eine genauere Betrachtung der Statistik des RKI und anderer Organisationen durch.
    • In seiner Untersuchung und auf Basis eigener Berechnung kommt er aus unterschiedlichen Betrachungswinkeln zu dem Schluss, dass die Anzahl der Corona-Neuinfektionen bereits Mitte März - und damit vor oder während der Verhängung der strikten Maßnahmen - zurückgegangen sein könnte.
    • Ein Mitarbeiter des Bundeninnenministeriums hat sich schon im März gegen die politischen Maßnahmen in Verbindung mit Corona gestellt.
    • In seiner Analyse kommt er zu dem Schluss, dass es sich um einen „globalen Fehlalarm“ handelt, den die Politik nicht zugeben will.
    • Der Artikel der Nachdenkseiten greift die interessantesten Passagen aus dem Dokument auf und behandelt auch den Umgang der Leitmediem mit diesem Dokument und seinem Autor. Der Mitarbeiter des Ministeriums wurde mittlerweile in Folge der medialen Aufmerksamkeit beurlaubt.
  • nachdenkseiten.de: Warum reden wir nicht von den "aktiv Erkrankten" von Jens Berger vom 12. Mai 2020:
    • Jens Berger betrachtet einen Mechanismus der Berichterstattung der Leitmedien über Corona, der dafür sorgt, dass die „Zahlen“ immer bedrohlich wirden.
    • Als Gegenbeispiel schlägt Jens Berger vor nicht die sich zwangsläufig erhöhenden Infiziertenzahlen zu nennen, sondern die sinkenden Zahlen der derzeit tatsächlich Kranken sowie die Zahl der genesenen Personen.
  • nachdenkseiten.de: Bilanz der etablierten Medien in Deutschland von Albrecht Müller vom 12. Mai 2020:
    • Albrecht Müller stellt sich die Frage, wie sich die Leitmedien in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten bis heute bewährt haben. Dabei kommt er zum Schluss, dass sie in zentralen Fragen an Fehlentscheidungen zu Lasten der Bürger beteiligt waren. Ähnlich sieht er es heute in Verbindung mit der Corona-Berichterstattung.
    • Statt selbstkritisch zu sein würden die Leitmedien nun gegen die Bürger anschreiben, die in den vergangenen zwei Wochen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen sind.
    • Ken Jebsen führt hier ein vertiefendes Gespräch mit Dr. Schiffmann, der sich weiterhin gegen die Grundrechtseinschränkungen im Zusammenhang mit COVID stellt und aus diesen Gründen nun auch eine neue politische Partei „Widerstand 2020“ mitgegründet hat.
    • Eine interessante Perspektive liefert Dr. Schiffmann in Bezug auf die Vorgänge in Norditalien, wo in den Medien Bilder von Lastwagen voller Särge verbreitet wurden. Er sagt, dass in Italien die Toten kaum verbrannt werden, und es deshalb auch gar nicht genügend Krematorien gibt, um Leichen zu verbrennen. Im Zusammenhang mit der Sorge um die Ansteckungsgefahr mit COVID-19 wurde jedoch angeordnet entgegen der Gepflogenheiten alle Leichen zu verbrennen. Dafür waren nicht genügend Kapazitäten vorhanden, so dass die Toten tatsächlich „gestapelt“ wurden und Unterstützung durch das Militär notwendig war, um die Leichen zu entsorgen.
    • In Deutschland wurden die Krankenhäuser leer gehalten, um sich „auf die Welle“ vorzubereiten, die nach wie vor nicht eingetreten ist. Stattdessen hätte man freie Kapazitäten nutzen können, um italienische Patienten aufzunehmen, wie dies später mit französischen Patienten passiert ist.
    • Die Corona-Pandemie bezeichnet er als eine „Laborpandemie“ (vgl. Dr. Wodarg, die ohne das Mittel des COVID-Tests gar nicht weiter bemerkt worden wäre.
    • Die Zahlen von EuroMOMO sieht er etwas skeptisch, da durch die massiven Veränderungen in den Gesellschaft auch aus anderen Gründen Totenzahlen steigen können. So zum Beispiel die Anzahl der Selbstmorde angesichts von Geschäftszusammenbrüchen.
    • Die Arbeit des Robert-Koch-Instituts befindet Dr. Schiffmann bezogen auf die Anfangszeit als gut, ab dem 16. März sei sie aber zunehmenden irrationaler und unverhältnismäßiger geworden.
  • heise Telepolis: Covid-19 - ein Fall für Medical Detectives von Dr. Wolfgang Wodarg vom 2. Mai 2020
    • Dr. Wodarg äußert sich hier weiterführend zu seiner Sichtweise auf die „Pandemie“, deren Ausrufen durch die WHO er weiterhin kritisiert.
    • Besonders scharf kritisiert er ebenso weiterhin die Nutzlosigkeit des PCR-Tests, welche massenhaft auf der ganzen Welt zum Einsatz kommt. Er glaubt, dass ohne diesen Test die „Panedmie“ gar nicht bemerkt worden wäre. Jedoch würden diese Tests weiterhin in der Welt Angst erzeugen.
    • Dr. Wodarg hat sich näher mit den Häufungen von Todesfällen die COVID-19 zugerechnet werden beschäftigt. Dabei ist er auf einen möglichen Zusammenhang mit einem Enzymmangel in bestimmten Bevölkerungsgruppen gestoßen. Dieser Mangel betrifft vor allem Menschen mit dunkler Hautfarbe, sowie bestimmte Bevölkerungsteile im Mittelmeerraum und im Nahen Osten. Ein Medikament Menschen mit diesem Enzymmangel reagieren anfällig auf bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente. Eines der Medikamente, welches für die betroffenen Menschen besonders gefährlich ist, nennt sich Hydroxychloroquin (HCQ). Dieses Mittel wird jedoch als Therapie für COVID-19 empfohlen. Daher stellt Dr. Wodarg die Vermutung auf, dass die vermeintliche Behandlung von COVID-19 bei diesen Menschen eigentlich erst zum Tod führen könnte. In New York sieht er diese Vermutung davon unterstützt, dass unverhältnismäßig viele Todesopfer unter „African Americans“ also der schwarzen Bevölkerung zuzordnen sind.
    • Der Rechtsmediziner Professor Klaus Püschel hat in Hamburg eine größere Zahl von „Corona-Verstorbenen“ obduziert.
    • Alle Toten hatten nennenswerte Vorerkrankungen.
    • Im Focus wird etwas plakativer berichtet, dass Professor Püschel die Gefahren durch die wirtschaftlichen und sonstigen Schäden als größer einstuft als die Gefahr des Virus. Er vermutet, dass keine erhöhte Sterblichkeit in Deutschland gemessenen können werden wird.
  • heise Telepolis: Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen vom 25. April 2020. Christof Kuhbandner führt in diesem Artikel eine sehr genaue Betrachtung der Zahlen und der Statistik durch. Dabei weist er auf viele bereits länger besprochene Gesichtspunkte zu den Zahlen hin und bringt aber auch neue Erkenntnisse ins Spiel.
    • Die Anzahl der Corona-Tests ist immer weiter gestiegen und damit wurden „immer mehr positive“ entdeckt, was fälschlicherweise als Wachstum von Infektionen gedeutet wurde.
    • Bei der Bereinigung der verfügbaren Daten vom Robert-Koch-Institut kann man feststellen, dass die Zahl der Neuinfektionen schon vor der Einführung der drastischen Maßnahmen gesunken ist. Denn an dem Tag an dem ein Infizierter gemeldet und getestet wurde fand die Infektion nicht statt, sondern oftmals viele Tage zuvor.
    • Die Anzahl der Todesfälle ist in Deutschland dieses Jahr nach neuen Daten des statistischen Bundesamts bislang niedriger als in den Vorjahren. Die Todesfälle in Italien und New York sind laut dem Autor tatsächlich hoch und vergleichbar mit ähnlich hohen Zahlen dort in den vergangenen Jahren.
    • Die Belegung der Intensivstationen in Deutschland ist im Schnitt nicht besonders hoch, so dass auch keine Überlastung des Gesundheitssystems zu erkennen ist.
    • Als Fazit zieht der Autor, dass die Gefährlichkeit der Pandemie weiterhin in den Medien und von einzelnen Wissenschaftlern überschätzt oder falsch dargestellt wird.
  • heise Telepolis: Covid-19 Höhepunkt nach 40 Tagen, Ende bei 60 Tagen unabhängig von Maßnahmen? vom 25. April 2020. Der Autor Florian Rötzer verweist in diesem Artikel auf eine Studie aus Israel.
    • In dieser Studie wurden die offiziellen COVID-Fallzahlen von Ländern auf der ganzen Welt untersucht.
    • Es wird der Schluss gezogen, dass egal welche Maßnahmen in den Ländern ergriffen wurden, die Entwicklung der Erkrankung immer nach 40 Tagen ihren Höhepunkt in der Bevölkerung erreicht und die Verbreitung nach 60 Tagen zurückggeht.
    • Damit wären sämtliche Maßnahmen mehr oder weniger irrelevant. Manche Kritiker dieser Sichtweise meinen jedoch, dass auch in Ländern ohne Maßnahmen die Bevölkerung sich vorsichtiger verhält als sonst. Dies mag zu einem gewissen Grad stimmen, doch auch dann wären die Zwangsmaßnahmen unnötig.
    • Prof. Haditsch ist österreichischer Mikrobiologe und Virologe.
    • Er steht den Einschränkungen kritisch gegenüber und sieht vor allem große wirtschaftliche Schäden auf die Bevölkerungen zukommen.
    • Wenn man es mit dem Schutz der Alten und Kranken so ernst meine müsste man nach allem was man weiß seiner Meinung nach diese Einschränkungen nun auch jedes Jahr für Influenza vornehmen, da diese eine ganz ähnliche Charakteristik habe wie COVID-19.
    • Herr Kickl fasst in einer viertel Stunde seine fundamentale Kritik an den Regierungsmaßnahmen in Österreich zusammen.
    • Er vergleicht die Ergebnisse in Österreich mit den Ergebnissen in Schweden, wo wesentlich mildere Einschränkungen durch den Staat erlassen wurden.
    • Er kann nicht erkennen, dass in Österreich eine bessere bzw. in Schweden eine schlechtere Situation herrscht. Die Maßnahmen hält er damit für unnötig.
    • Den Führungsfiguren wie Bundeskanzler Kurz wirft er vor bewusst eine Panik über die Medien geschürt zu haben.
    • Der Chefarzt der Infektiologie beschäftigt sich mit der Gefährlichkeit des Virus für Kinder bzw. die Rolle von Kindern bei der Verbreitung der Krankheit.
    • Auf Basis verschiedener Studien zum Thema kommt er zum Schluss, dass Kinder im Gegensatz zu der Situation bei Influenza keine wesentliche Rolle bei der Verbreitung der Corona-Erkrankung spielen und sie auch selbst kaum gefährdet sind.
    • Die Schließung von Schulen hält er daher für unnötig.
    • Der Artikel beleuchtet den Anpassungssdruck in den Medien in Deutschland. Der Artikel bezieht sich auf den kürzlichen Vorgang, dass die „Bayerische Landeszentrale für neue Medien“ (BLM) den Lokalsender „Radio München“ gerügt hat. Der Anlass war, dass der Sender ein Interview mit Dr. Wodarg geführt hat.
    • Wie alte Menschen in Pflegeheimen und ähnlichen Einrichtungen durch die Einschränkungen entmündigt werden und noch mehr leiden wird in diesem Artikel näher betrachtet.
    • Ralf Hutter betrachtet die Entwicklung der „Reproduktionszahl R“ des Virus wie sie vom Robert-Koch-Institut mitgeteilt wurde.
    • Er kommt zu dem Schluss, dass sich diese Zahl schon vor der Einführung der staatlichen Einschränkungen auf einem niedrigen Niveau befunden hatte und sich seitdem auch nicht nennenswert reduziert hat.
    • Anhand dessen könnte man ableiten, dass die Maßnahmen entweder von Anfang an unnötig waren, oder einfach nicht wirksam sind.
    • In einem verwandten Artikel wird darüber geschrieben, dass die WHO selbst bei Einführung dieser Maßnahmen in den verschiedenen Mitgliedsstaaten keine belastbaren Erkenntnisse hatte, ob sie überhaupt einen Nutzen haben können.
    • Peter Nowak beschäftigt sich Kritikern der Medien und deren Berichterstattung im Verlauf der Corona-Maßnahmen.
    • Die Dramatisierung jedes einzelnen Toten in den MEdien hält der Medientheroetiker Norbert Bolz für unangemessen.
    • Mediziner äußern sich, dass die Bilder von Intensivstationen nicht eingeordnet werden, das Personal nicht zu Wort kommt, oder die Sterbenden vermutlich ohne ihre Einwilligung gefilmt wurden.
    • Mathias Bröckers gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklung in der Schweiz, wo er sich zur Zeit aufhält.
    • Eine für Anfang April vorhergesagte Welle von schwer an Corona erkrankten ist bislang nicht erkennbar. Da viele Operationen in Krankenhäusern derzeit nicht erlaubt sind, sind die Spitäler tatsächlich leer und es herrscht verbreitet Kurzarbeit unter den Krankenhausangestellten. Der „Termin“ für die Welle an Erkrankten wird nun von mancher Seite eher im Monat Mai gesehen.
    • Eine Gruppe von schweizer Hausärzten beklagt sich in einem Offenen Brief bei der Politik über Panikmache durch die Berichterstattung. In ihrem direkten Umfeld können die Ärzte keine erhöhte Anzahl von Erkrankungen feststellen. Dafür wären die Menschen stark verunsichert und viele Menschen würden durch die von ihnen verlangten Einschränkungen tatsächlich noch kränker.
    • Herr Bröckers bekräftigt auch die Kritik an den in den Medien verbreiteten wenig hilfreichen Zahlen. Diesbezüglich verweist er auf ein aktuelles Thesenpapier von deutschen Experten, die sich kritisch den aktuellen Maßnahmen gegenüber äußern.
      • Zu den Thesen gehört, dass die Corona-Erkrankung in Deutschland nun schon nurmehr noch nosokomial, das heißt nur noch in begrenzen Bereichen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen anzufinden wäre.
      • Sie stellen fest, dass die Maßnahmen zum Schutz vor Corona gleichzeitig Schäden in anderen Bereichen hervorrufen.
      • Sie sehen sogar die Gefahr, dass die aktuellen Maßnahmen gegenteilige Wirkung haben, da nach dem Abbau der Einschränkungen eine zweite Krankheitswelle starten könnte, die es sonst nicht gegeben hätte.
    • Eine Kritik der medialen Darstellung von Zahlen und Statistiken in der Corona-Berichterstattung.
    • Die Techniken der Dramatisierung in der täglichen Berichterstattung werden erläutert.
    • Es werden noch einmal die offiziellen Zahlen besprochen und in Relation gesetzt.
    • Das Interview befasst sich mit der Rechtslage bzgl. der Corona-Anordnungen im Allgemeinen sowie im besonderen mit jüngsten Aussagen aus der Politik über ein Verbot von Reisen über die Osterfeiertage innerhalb Deutschlands.
    • Der Professor sieht in vielen Aussagen der Politik Anmaßungen, die mit der Rechtslage nicht ein Einklang zu bringen sind.
    • Eine sachliche Nachvollziehbarkeit vieler Anordnungen kann er auch nicht erkennen.
    • Er kritisiert weiterhin, dass das Bundesverfassungsgericht „sich weg ducke“ d.h. derzeit keine schnelle Entscheidung zu den Vorgängen herbeiführt.
    • Er ist der Meinung, dass die Leitmedien zu der Eskalation der Corona-Situation beigetragen haben und befürchtet, dass sie auch „nach der Krise“ nicht zur Aufklärung beitragen werden, was hier geschehen ist und wie es zu bewerten ist.
    • Die Anwältin hat eine Normenkontrollklage gegen die Corona-Verordnung in Baden-Württemberg angekündigt. Sie möchte notfalls bis zum Bundesverfassungsgericht gehen.
    • Sie betrachtet die Verordnungen in allen 16 Bundesländern als verfassungswidrig.
    • Ihrer Ansicht nach verläuft die Krankheit bei 95 % der Bevölkerung harmlos und daher sollten die Maßnahmen sich auf die verbleibenden 5 % Risikogruppe konzentrieren.
    • Weiterhin kritisiert sie, dass die Bundesregierung immer noch nicht in der Lage ist das medizinische Personal im Land mit notwendigem Material zu versorgen.
    • Aktualisierung 14. April 2020: Laut achgut.com soll der Staatsschutz in der Zwischenzeit gegen Frau Bohner ermittelt haben, weil sie unter anderem zum Widerstand gegen das Versammlungsverbot aufgerufen haben soll. Ihre Webseite sei vorübergehend gesperrt gewesen. Außerdem soll sie kürzlich in die Psychiatrie eingewiesen worden sein.
    • Aktualisierung 15. April 2020: Ein Artikel auf heise Telepolis thematisiert die Einweisung von Frau Bohner in die Psychiatrie genauer. Bizarrerweise wurde auch in der Schweiz mit Dr. Thomas Binder ein scharfer Kritiker der Corona-Einschränkungen vermeintlich in die Psychiatrie eingewiesen.
    • Aktualisierung 16. April 2020: Ein weiterer Artikel bei heise Telepolis thematisiert die jüngsten Entwicklungen. KenFM hatte einen eigenen juristischen Helfer vor Ort, mit dem es ein Telefon-Interview gibt. Frau Bahner befindet sich offenbar wieder in Freiheit und war zur Anhörung in einem Polizeipräsidium vorstellig geworden. Dabei wurde ihr einige Medienaufmerksamkeit zuteil. Ihre Aussagen zu den Vorgängen der vergangenen Tage sind scheinbar etwas widersprüchlich.
  • 6. April 2020: fragdenstaat.de: Angebliches Strategiepapier3) zur Kontrolle der Bevölkerung während der Corona-Pandemie
    • Dieses Dokument wurde von der Zeitschrift Focus verbreitet und es soll angeblich ein nicht-öffentliches Dokument aus dem Bundesinnenministerium sein.
    • In dem Dokument wird wie in den Leitmedien der schlimmste anzunehmende Fall bezüglich der Entwicklung des Corona-Pandemie mit Millionen Toten zur Arbeitsgrundlage erklärt.
    • Um die Bevölkerung zusammenzuschweißen wird hier mehr oder weniger empfohlen Angst und Panik über die Medien auszulösen, damit sich die Menschen der Größe der Gefahr bewusst würde, die tatsächlich im Moment sehr abstrakt ist. Ein solches Zusammenschweißen der Bevölkerung kann man mittlerweile durchaus als erfolgreich betrachten wenn man die unkritische Aufnahme der Vorgänge der vergangenen Wochen durch die Bevölkerung in Rechnung stellt. In diesem Vorgehen kann man schon Grundzüge des Faschismus erkennen, bei dem es grundlegend darum geht die gesamte Gesellschaft basierend auf einem gemeinsamen Leitbild an einem Strang ziehen zu lassen. Auch wenn es sich hier vorgeblich um den guten Zweck handelt, Millionen Tote zu verhindern, von denen man ausgeht.
    • Insbesondere wird auch empfohlen nicht die Zahlen der Toten, sondern die Zahlen der Infizierten zu verbreiten, da diese bedrohlicher wirken würden. Dies ist tatsächlich das, was derzeit größtenteils zu beobachten ist, dass von Zehntausenden Infizierten berichtet wird, obwohl diese Zahl einen sehr geringen Erkenntniswert hat.
    • Es wird auch ein drohender Zusammenbruch des Systems befürchtet, wenn für die Menschen im Land keine wirtschaftliche Perspektive mehr angeboten werden kann. Es könnte das grundlegende System in Frage gestellt werden, was verhindert werden müsse.
    • Alternativer Link zum Gespräch: Tonspur auf der Acast Podcast Plattform
    • Ein weiteres Telefon-Interview bei KenFM (42:48 Minuten), diesmal mit dem Organisator von Demonstrationen gegen die Einschränkung der Versammlungsfreiheit in Deutschland im Rahmen der Corona-Maßnahmen.
    • Ein Artikel über die Vorgänge während einer versuchten Demonstration in Berlin am 28. März findet sich auf heise Telepolis.
    • Mit seiner Initiative „Nicht ohne Uns“ will er die Bürger ermuntern ihre verfassungsmäßig garantierten Grundrechte wie das Versammlungsrecht zu erstreiten.
    • Herr Lenz versucht eine politische Einordnung der Geschehnisse. Er sieht vor allem eine weitgehend gleich agierende Presselandschaft, die keine zweite Meinung mehr abbildet. Er fordert eine offene Diskussion in der Gesellschaft und im Anschluss daran Neuwahlen für den Bundestag, um der Bevölkerung eine Abstimmung über den weiteren gesellschaftlichen Weg zu ermöglichen.
    • Er vermutet das die aktuellen Ereignisse rund um das Corona-Virus zu einer Art Implosion des neoliberal geprägten Kapitalismus geführt hat und befürchtet, dass der größte Teil Gesellschaft nun bei der Neuordnung der Verhältnisse übergangen wird.
  • 3. April 2020: Interview auf den NachDenkSeiten mit dem Statistikprofessor Gerd Bosbach zur Bewertung der vom Robert-Koch-Institut und der Bundesregierung mitgeteilten Daten:
    • Professor Bosbach kritisiert deutlich die nicht aussagekräftigen Daten die in den Medien verbreitet werden, und Unsicherheit in der Bevölkerung verbreiten.
    • Mit der Erhöhung der Anzahl an Corona-Tests werden sich notwendigerweise auch immer mehr Corona-positive Personen finden. Dieser Zusammenhang wird von Politik und Medien nicht deutlich gemacht.
    • Es ist ihm auch ein Rätsel, weshalb keine repräsentative Untersuchung einer größeren Anzahl von Bürgern unternommen wird, um aussagekräftige Zahlen für den Fortschritt der sogenannten Durchseuchung zu erhalten.
    • Weißrussland hat bislang im Gegensatz zu fast allen anderen europäischen Staaten keine außergewöhnlichen Maßnahmen gegen das Corona-Virus ergriffen.
    • In den deutschen Leitmedien wird der gern als „letzter Diktator Europas“ betitelte Lukaschenko bezüglich seine Reaktionen auf das Corona-Virus eher ins lächerliche gezogen.
    • In dem Artikel zeigt Lukaschenko seine Sichtweise auf die aktuellen Vorgänge, die er unter anderem als „Massenpsychose“ und „Infopandemie“ bezeichnet. Er betrachtet die Vorgänge aus geopolitischer Sicht und scheint durchaus gut in Zusammenhängen denken zu können, und nicht nur seinen Bürger zu raten „Schnaps gegen das Virus zu trinken“, wie in unseren Leitmedien in letzter Zeit oft berichtet wurde.
    • Im Rahmen der Corona-Maßnahmen wurde von der Politik die Möglichkeit eines länger andauernden Einsatzes der Bundeswehr im Inneren ermöglicht.
    • Das Militär wäre zum Beispiel befugt Personen zu kontrollieren.
    • Der Einsatz von Waffen sei unter bestimmten Umständen zulässig.

Schlussfolgerungen

In diesem Abschnitt fasse ich die wichtigsten Erkenntnisse der obigen Beiträge zusammen und leite daraus meine persönlichen Schlussfolgerungen ab. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um meine persönliche Meinung und Einschätzung handelt, die auch noch nicht endgültig ist, sondern die sich im Laufe der Entwicklung der Ereignisse und zur Verfügung stehenden Informationen noch ändern kann.

Stand 11. April 2020

Nach meinem aktuellen Informationsstand gehe ich davon aus, dass es in Deutschland und den meisten anderen von ausufernden staatlichen Corona-Maßnahmen betroffenen europäischen Ländern weder in den vergangenen Monaten noch derzeit eine wesentlich erhöhte gesundheitliche Gefahr im Vergleich zu den Vorjahren gab bzw. gibt. Stattdessen ist eine massive Über-Berichterstattung durch Medien und Politik mit geringem Erkenntniswert zu beobachten, was eine alarmistische Stimmung in der Bevölkerung zur Folge hat. Diese Stimmung scheint von politischen Stellen ausdrücklich gewünscht zu sein.

Unter dem Eindruck dieser Stimmung wurden mit der Behauptung die Bevölkerung schützen zu wollen und zu müssen von den politisch verantwortlichen Funktionsträgern und Behörden extrem einschneidende Beschränkungen unseres öffentlichen und persönlichen Lebens durchgesetzt. Diesen Beschränkungen liegt bis heute keine belastbare Datenbasis zu Grunde. So gab es für die stufenweise und sich zunehmend überschlagende Einführung der Beschränkungen keinen klar messbaren Anlass. Auch gibt es für die Rücknahme dieser Beschränkungen derzeit keinen klaren Anhaltspunkt nach dem die Politik oder die Bürger sich richten können. Auch eine wie auch immer geartete Wirksamkeit der Einschränkungen kann nicht wissenschaftlich eindeutig festgestellt werden.

Diese massiven Eingriffe in unser tägliches Leben stellen heute bereits einen unermesslichen Schaden dar, der vor allem unsere wirtschaftlichen Grundlagen bedroht aber auch unsere Kultur und tatsächlich auch unsere Gesundheit. Der soziale Austausch zwischen Menschen ist ein wesentliches Element, das zur psychischen und damit in letzter Konsequenz auch der körperlichen Gesundheit der Menschen beiträgt. Der Aufenthalt im Freien, gerade nach der in unseren Breitengraden langen Zeit des Winters, während der wir uns ohnehin bevorzugt in Gebäude aufhalten, ist ein wichtiges Element für die körperliche Gesundheit. Man kann davon ausgehen, dass ganze Gesellschaften durch die Ereignisse dieser Wochen und Monate auf lange Zeit geprägt, um nicht zu sagen traumatisiert sein werden.

Diese gesellschaftlichen Kosten tragen wir derzeit mit Sicherheit und sie werden enorm sein. Jedoch werden sie genauso schlecht zuverlässig in Zahlen zu fassen sein, wie die von der Politik angeführte Gefahr durch ein Corona-Virus. Nichtsdestotrotz müssten aus meiner Sicht die Vorteile für die Gesellschaft durch eine geforderte Isolation aller Menschen und das gefährden unserer wirtschaftlichen Lebensgrundlagen erheblich sein, um diese garantierten gesellschaftlichen Kosten zu rechtfertigen, die wir derzeit erleiden. Der Nutzen der Maßnahmen kann nicht einmal von Experten zuverlässig festgestellt werden. Folglich kann er schon gar nicht von der Bevölkerung sachlich nachvollzogen werden. Man kann hier also von rechtlicher Willkür sprechen. Die Bürger sind den Maßnahmen ausgeliefert, die theoretisch endlos fortgesetzt werden können.

Im folgenden stelle ich noch einmal die zentralen Grundlagen zusammen, die mich zu dieser Einschätzung kommen lassen.

Die Zahlen

Die beschlossenen Einschränkungen und die berichtete Gefahr durch das Corona-Virus wurden und werden in der Berichterstattung scheinbar endlos mit Zahlen untermauert. Doch Zahlen sind kein Selbstzweck, sondern sie müssen qualitativen Kriterien genügen, um Aussagekraft zu haben.

  • Zahlen brauchen immer einen Vergleichswert. Wenn etwa von Hunderttausenden Corona-Infizierten gesprochen wird, die mittlerweile in Deutschland festgestellt wurden, dann ist diese Information für sich wenig Wert.
  • Die Zahlen der Corona-Positiven, die gerne in den Leitmedien verbreitet werden scheinen nahezu keine Aussage über eine Gefahr zu erlauben:
    • Was es bedeutet wenn jemand positiv auf Corona getestet wurde ist unklar. Immer wieder ist zu hören, dass bei den meisten Menschen keine oder nur geringe Symptome festzustellen sind. So kritisiert etwa Professor Bhakdi, dass es Unsinn sei die Anzahl der Corona-Positiven Personen mit der Anzahl der kranken Personen, oder gar behandlungsbedürftigen Personen gleichzustellen.
    • Es gibt höchstwahrscheinlich eine enorme Verzerrung der Datenbasis, da nicht anlasslos ein zufällig ausgewählter Querschnitt der Bevölkerung auf Corona-Viren getestet wird, sondern vor allem diejenigen, die bereits Symptome zeigen, oder sich Sorgen machen. Die Zahlen sind also nicht repräsentativ für die Bevölkerung.
    • Scheinbar werden die Corona-Tests insgesamt gesehen nicht sehr methodisch durchgeführt. So berichtet etwa Professorin Gismondo aus Mailand davon, dass eben vor allem bereits Kranke und Klinikpersonal getestet werden und dies oft auch mehrmals hintereinander. Es ist anzunehmen, dass diese mehrfachen Tests alle Einzug in die Statistiken halten. Ähnliche Vorfälle kann sich auch leicht für Deutschland vorstellen. Menschen werden nicht ohne Anlass und repräsentativ getestet, sondern nur wenn sie bereits krank sind, oder sich Sorgen machen.
    • Zu Beginn der Messungen standen nicht genügend Corona-Testkits zur Verfügung. Mit der Zeit konnten jedoch immer mehr Menschen auf Corona getestet werden. Wenn insgesamt mehr Menschen getestet werden müssen naturgemäß auch insgesamt mehr Corona-positive Personen entdeckt werden. Das bedeutet aber nicht, dass sich die Anzahl der Infektionen tatsächlich erhöht haben muss. Es bedeutet zunächst nur, dass man mehr Infektionen erkennen konnte. Dieser Zusammenhang wird in den Leitmedien scheinbar nicht herausgestellt wenn von den Zahlen der Infizierten täglich aufs neue berichtet wird.
  • Die Todesfälle, die Corona zugeordnet werden haben in der Regel keine nachweisbare Todesursache. Wie sehr viele Beiträge hier auf der Seite immer wieder betonen wäre es streng geboten zwischen Toten, die mit Corona-Viren gestorben sind und solchen die tatsächlich an Corona-Viren gestorben sind zu unterscheiden. Theoretisch wäre es mittlerweile denkbar, dass selbst ein Opfer eines Verkehrsunfalls als Corona-Toter in die Statistik einfließt, sofern denn nur der Corona-Test bei diesem anschlägt.
  • Bei der Berichterstattung über die Zahl des Todesfälle durch (oder mit) Corona wird selten eine Einordnung der Größenordnung dieser Zahlen vorgenommen. In einem großen Land mit einer großen Bevölkerung wie in Deutschland oder Italien sterben im Durchschnitt jeden Tag tausende Menschen an den verschiedensten Ursachen. Man müsste hier also die täglichen Todeszahlen betrachten und nicht die über Wochen hinweg zusammengezählten Todeszahlen. Diese täglichen Todeszahlen kann man dann mit der durchschnittlichen Todeszahl eines Landes pro Tag vergleichen. Auch dabei ist noch zu beachten, dass keineswegs gesagt ist, dass diese als Corona-Toten aufgeführten tatsächlich zusätzliche Tote im Jahresvergleich sind. Projekte wie EuroMOMO können das langfristig und im Rückblick feststellen. Und bislang ist hier noch keine Katastrophe erkennbar. Siehe auch den Abschnitt über Bezugsgrößen im Vergleich.
  • Bei der Darstellung der Sterblichkeitsrate gab und gibt es offenbar wilde Vermutungen auf Basis von ungeeigneten Daten. Anfänglich war gar von drei bis fünf Prozent Sterblichkeit die Rede. Jüngere und seriösere Untersuchungen kommen zu Ergebnissen im Bereich 0,3 bis 0,4 Prozent Sterblichkeitsrate (so etwa die Untersuchung von Dr. Streeck in Heinsberg). Der Grund für diese Verzerrung ist, dass eine Vorauswahl von Personen besteht (englisch sogenannter selection bias), auf die die Aufmerksamkeit gerichtet ist. Diese Vorauswahl umfasst etwa Menschen, die sich in Krankenhäusern wiederfinden, d.h. bereits krank sind und oftmals auch sehr alt. Die Sterblichkeitsrate lässt sich jedoch nur zuverlässig berechnen wenn man die Größenordnung der tatsächlich mit dem Corona-Virus infizierten Menschen kennt. Dies ist derzeit nicht möglich, Gründe dafür finden sich weiter unten im Abschnitt zum Corona-Test. Viele Beobachter gehen jedoch davon aus, dass es rund zehn Mal so viele Infizierte Personen in Deutschland gibt, wie tatsächlich durch das Corona-Testverfahren bestätigt werden konnten. (vergleiche Prof. Dr. Hockertz, Aussagen von Professorin Gismondo, die von gefälschten Daten spricht).
  • Ob die Hochrechnungen von zu erwartenden Todesfällen und einer drohenden Überlastung des Gesundheitsystems, die in den Leitmedien verbreitet werden jemals der Realität entsprechen werden ist bislang nur Spekulation. Da vor allem alte Menschen betroffen sind müsste man zunächst einmal berücksichtigen, wie groß der Anteil der alten und anfälligen Menschen in einer Bevölkerung ist. Auch die Bevölkerungsdichte hat einen Anteil an der Verbreitung einer Krankheit und ihrer Behandlungsmöglichkeiten. Man kann also zum Beispiel nicht die Sterblichkeit, die in Großstädten festgestellt wird, auf die restliche Landbevölkerung hochrechnen.
  • Zum Zeitpunkt zu dem den Gesundheitsbehörden eine Infektion bekannt wird, liegt der eigentliche Infektionszeitpunkt schon länger zurück man kann von ca. einer Woche ausgehen. Der Grund dafür ist, dass die meisten Menschen sich erst testen lassen wenn sie schon einen Verdacht oder Symptome haben. Bis das Testergebnis da ist dauert es nochmals einige Tage. Dies hat zur Folge, dass die in den Medien berichteten Zahlen eigentlich ein Blick in die Vergangenheit vor einer Woche sind. Dennoch werden sie meistens behandelt als ginge es um einen Blick auf die Gegenwart.

Interessant aus meiner Sicht wären zum Beispiel folgende Daten, um die Gefahr für die Bevölkerung einzuschätzen:

  • Wie viele Sterbefälle aufgrund von Atemwegserkrankungen gibt es im Jahresvergleich derzeit in Deutschland? Würde man nun feststellen, dass bereits (angenommen) 50.000 Menschen in Deutschland in diesem Jahr an Atemwegserkrankungen gestorben sind und vor einem Jahr waren es zum selben Zeitpunkt nur 5.000 Menschen dann würde sich daraus sicherlich ein großes Problem ableiten lassen.
  • Wie ist die bundesweite Belegung der Krankenhausbetten auf Intensivstationen für Patienten die wegen Atemwegserkrankungen dorthin gekommen sind? Auch dieses wieder im Jahresvergleich.

Der Corona-Test

  • Von einigen Ärzten wird angezweifelt, ob die verwendeten Corona-Tests überhaupt eine Aussagekraft haben. Diese Tests prüfen auf Schnipsel von Viren-Erbgut aber noch nicht einmal auf ein lebendes Virus und auch nicht auf Antikörper gegen das Virus (vergleiche Dr. Claus Köhnlein).
  • Der Test kann also anzeigen, dass ein Mensch schon einmal irgendwie in Kontakt mit dem Virus gekommen ist. Er kann jedoch keine Ursache-Wirkung-Beziehung herstellen in dem Sinne, dass eine gerade bestehende Erkrankung tatsächlich durch das Corona-Virus ausgelöst wurde (vergleiche Professor Bhakdi).
  • Der Test wird vermutlich auch falsch-negative Ergebnisse liefern, wenn ein Mensch bereits immun gegen das Corona-Virus ist, da in diesem Fall das Immunsystem die Viren bereits erfolgreich beseitigt hat.
  • Es gibt den Verdacht, dass der Test selbst in diesen engen Grenzen nicht immer zuverlässig ist, sondern falsch-positiv oder falsch-negative Ergebnisse anzeigt (vergleiche swprs.org). Es könnte unter Umständen passieren, dass der Test auch auf ältere oder verwandte Corona-Viren reagiert. Selbst wenn nur eine relativ geringe Fehlerquote von einem Prozent vorliegt kann das die Ergebnisse bei Hunderttausenden oder gar Millionen Messungen aus statistischer Sicht stark verfälschen.
  • Es dauert derzeit sehr lange (mehrere Tage) bis ein Testergebnis vorliegt. Auch die Anzahl der verfügbaren Tests ist begrenzt. Das bedeutet zum einen, dass die Zahlen zu den Tests sich immer auf einen geringen Teil der Bevölkerung beziehen. Zum anderen handelt es sich immer um einen Blick in die Vergangenheit vor einigen Tagen. Sie auch der Abschnitt zu den „Zahlen“ weiter oben (vergleich Prof. Mölling).

Die Gefährlichkeit der Erkrankung für den Einzelnen

Die Auswirkungen der Ausbreitung einer Krankheit sind schwierig vorherzusehen und selbst die derzeitigen Auswirkungen sind nicht leicht festzustellen. Dies kann man schon an den obigen Punkten zu den Zahlen rund um Corona und über die Nützlichkeit des Corona-Tests festmachen. Doch betrachten wir einmal die Gefährlichkeit von Corona für den Einzelnen unabhängig davon, ob nun Krankenhäuser überlastet werden, oder nicht.

Es scheint derzeit kein eindeutiges Krankheitsbild für die Corona-Infektion zu geben. Die Art und der Schweregrad des Verlaufs der Erkrankung sind breit gefächert. Mehrere der hier im Artikel genannten Experten weisen darauf hin, dass man die Corona-Erkrankung bislang von den Auswirkungen her kaum von der bekannten Influenza-Erkrankung unterscheiden kann (vergleiche Dr. Schiffmann und der erwähnte Leitartikel im New England Journal of Medicine).

In Norditalien läuft nach Darstellung der Leitmedien bislang der schlimmste Ausbruch von Corona in Europa ab. Die Erkenntnisse die man dort bislang gesammelt hat deuten darauf hin, dass die Erkrankung fast ausschließlich sehr alte Menschen über 80 Jahren (größtenteils über der durchschnittlichen Lebenserwartung) und selbst dann nur solche mit bereits bestehenden anderen schweren Erkrankungen tödlich getroffen hat. Da scheinbar ein großer Teil der Toten in Norditalien im häuslichen Umfeld gestorben ist und nicht in einem Krankenhaus - oder in der Warteschlage eines Krankenhauses - steht anhand dieses Vorbilds auch nicht zu befürchten, dass jemand wegen fehlender intensivmedizinischer Betreuung sein Leben lassen muss (vergleiche Informationen von Swiss Propaganda Research).

Die meisten der hier versammelten Meinungen geht davon aus, dass für den größten Teil der Bevölkerung keine erhöhte Gefahr vom Corona-Virus ausgeht. So geht etwa Prof. Hockertz davon aus, dass es nur für fünf Prozent der Bevölkerung eine Gefahr darstellen kann und sieht hier keinen Unterschied zu der bekannten Influenza-Erkrankung. Es hätte sich demnach also gegenüber Vorjahren an der grundlegenden Gefahrenlage hinsichtlich Atemwegserkrankungen nichts geändert.

Normal alte oder normal gesunde Menschen müssten also keine besonderen Maßnahmen zu ihrem eigenen Schutz ergreifen und auch keine Angst davor haben, schwer zu erkranken. Bestimmte Schutzmaßnahmen könnten insofern Sinn ergeben, dass man vermeidet, dass die Krankheit jene fünf Prozent der Bevölkerung erreicht, die eine erhöhte Gefahr hat, eine Komplikation in Verbindung mit Corona zu erleiden. Da diese Gefahr prinzipiell jedoch auch in den Jahren zuvor mit anderen Viren bestanden hat gäbe es hier und heute keinen besonderen Anlass, das Verhalten in der Gesellschaft großflächig zu ändern. Das sogenannte neuartige Corona-Virus sollte jedenfalls bislang keinen solchen Anlass darstellen.

Sollte die Gesellschaft unabhängig davon einen größeren Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen vor Atemwegserkrankungen an und für sich wünschen, sollte dies mit deutlich weniger Aufwand und Eingriffen in unsere Bürger- und Grundrechte möglich sein. Vor allem ohne eine Angst auslösende Berichterstattung in den Medien, die den täglichen Diskurs dominiert.

Die Dramatisierung in den Medien

Wenn man von der Echtheit des öffentlich gewordenen Strategiepapiers3) aus dem Bundesinnenministerium ausgeht scheint die deutsche Politik beim Corona-Thema Panik als Strategie zu verfolgen. Das Papier erklärt den schlimmsten anzunehmenden Fall (englisch worst case) zur Arbeitsgrundlage für Politik und Kommunikationsstrategie. Der schlimmste anzunehmende Fall wäre hier also die viel genannte Überlastung des Gesundheitssystems und mehrere Millionen Tote durch das Coronavirus alleine in Deutschland. An dieser Stelle kann man sich die Frage stellen, wie man überhaupt auf die Idee kommt den schlimmsten Fall anzunehmen, ohne klare Anhaltspunkte dafür zu haben, dass er auch eintreten wird.

Es gibt zahllose Bereiche in unserer Gesellschaft die beim zugrunde legen des schlimmsten anzunehmenden Falls nicht existieren dürften. Man denke nur an die Nutzung der Atomenergie, wo über Jahrzehnte genau das Gegenteil angenommen wurde, nämlich dass der schlimmste Fall eines ernstzunehmenden Reaktorunfalls enorm unwahrscheinlich sei. Und bei einem Reaktorunfall geht es nicht nur um den unmittelbaren Tod von Menschen in der Bevölkerung, sondern um die Verseuchung riesiger Gebiete auf unabsehbare Zeit. Das Gefahrenpotential kann hier also als durchaus größer betrachtet werden als bei der Ausbreitung einer Viruserkrankung. Und es gibt weitere ähnliche Bereiche: Umweltgifte, Gifte in Nahrungsmitteln und anderen Konsumprodukten, Feinstaub in der Stadtluft usw. die zu ähnlich dramatischen Schlüssen führen könnten, wie wir sie heute bei der Corona-Thematik erleben.

Das Papier hat dennoch diesen schlimmsten anzunehmenden Fall als Arbeitsgrundlage. Deshalb wird dort erläutert, dass es notwendig sei der Bevölkerung zu veranschaulichen, was eine exponentielle Ausbreitung einer Krankheit bedeutet. Die Todesfallzahlen seien dafür nicht geeignet, da diese in der Anfangszeit zu niedrig sein werden und nicht bedrohlich wirken. Deshalb wird empfohlen stattdessen die Zahl der Infizierten zu kommunizieren, die viel größer ausfallen wird (auch wenn sie keine wirkliche Aussagekraft hat). Es ist also absichtlich gewünscht, dass eine panische Stimmung mit unsachlichen Informationen erzeugt wird, um die Menschen zum akzeptieren der drastischen Maßnahmen zu bewegen.

Und tatsächlich kann man diese grundlegende Idee in der medialen Darstellung wiederkennen:

  • Die Zahl der Infizierten und ihre ständige Erhöhung ist eine der am häufigsten verbreiteten Informationen, obwohl sie sehr wenig Aussagekraft hat.
  • Die relativ geringen Todeszahlen werden, wenn sie überhaupt erwähnt werden, dramatisiert, nicht in Bezug zu anderen Größen gestellt oder verzerrt, indem nicht klar zwischen Toten mit Corona oder Toten durch Corona unterschieden wird. Siehe auch den Abschnitt zu "Den Zahlen" weiter oben.
  • Die Nachrichten zielen vor allem auf die Gefühle der Menschen und nicht auf die Vernunft. Durch die Berichterstattung von Bestattungsinstituten, von Friedhöfen und ganzen Lastwagenladungen voll Särgen wird die Aufmerksamkeit von sachlichen Informationen auf eindrucksstarke Bilder gelenkt.

Vor allem die dramatischen Vorgänge in Norditalien wurden und werden unablässig als Beweis für die Notwendigkeit der aktuellen Beschränkungen im Land herangezogen. Von dort wurden scheinbar die meisten auf die Gefühle zielenden Bilder und Informationen verbreitet. Zur Einordnung der Vorgänge speziell in Norditalien wurde in diesem Artikel einiges an Informationen zusammengetragen. Meine Annahme ist zu diesem Zeitpunkt, dass sich in Norditalien und Spanien eine saisonal stärkere Grippewelle abgespielt hat, die durch die mediale Aufmerksamkeit enorm aufgeschaukelt wurde. Einige Anhaltspunkte hierzu, die sich aus den zusammengestellten Quellen ergeben:

  • Norditalien hat eine der ältesten Bevölkerungen und gleichzeitig eine der größten Luftverschmutzungen in Europa. Das bildet eine gute Grundlage dafür, dass während einer verstärkten Grippewelle auch eine größere Zahl an Grippetoten die Folge ist, unabhängig davon, ob nun ein neuartiges Corona-Virus beteiligt ist, oder nicht (vergleich Prof. Mölling, Prof. Bhakdi).
  • In ganz Italien sterben durchschnittlich rund 2.000 Menschen täglich. Dass heißt, dass einige tausend Grippetote im Verlauf mehrerer Wochen in Norditalien nicht automatisch eine dramatische Entwicklung sind. Das wäre nur der Fall, wenn es tausende zusätzliche Tote wären. Hier lohnt der Vergleich mit einer weiteren Referenzzahl: Die der 25.100 angenommenen Grippetoten durch Influenza in Deutschland ein Jahr zuvor. (vergleich Prof. Mölling, Referenzzahlen).
  • Angesichts der intensiven Berichterstattung über Norditalien stellt sich die Frage nach Ursache und Wirkung. Indem man die Aufmerksamkeit der Massen auf einen bestimmten Vorgang in der Welt lenkt kann man auch das Verhalten der Menschen verändern. Wenn es sich dabei um eine ausdrückliche Kommunikationsstrategie eines Unternehmens (zum Beispiel Werbung) oder der Politik (Wahlkampagnen, Werbung für „Reformpakete“) handelt ist das ein gewünschter Effekt. Wenn jedoch eine panikartige Stimmung sich sowohl unter der Bevölkerung als auch unter denjenigen verbreitet, die die Berichterstattung, die Politik und die Umsetzung und Überwachung der Maßnahmen betreiben kann ein verändertes Verhalten ein ungeplanter Nebeneffekt sein. Es kann zu einer sich selbst verstärkenden Spirale kommen. Dies kann erklären, warum viel mehr Menschen in Krankenhäuser strömen, da sie sich Sorgen über die „neue Erkrankung“ machen. Es kann auch erklären, warum das Militär zur Hilfe kommt, um Leichen wegzuschaffen, die Jahre zuvor vielleicht still und leise aber ebenso erfolgreich weggeschafft werden konnten. Eine nicht unbedeutende Rolle der Psychologie wird von vielen Experten genannt (vergleiche Dr. Schiffmann über Ursache und Wirkung oder Prof. Dr. Hockertz, der befindet, dass hier lediglich viel genauer hingesehen wird, oder Prof. Mölling die eine psychologische und kommunikative Komponente am Werk sieht).

Es sei hier noch folgendes erwähnt: Wenn hier von Berichterstattung die Rede ist, die auf die Gefühle der Menschen abzielt, dann bedeutet dies nicht, dass man als Mensch gefühllos bleiben soll angesichts von tausenden Toten. Es ist aber dennoch notwendig einen kühlen Kopf zu bewahren und zu verhindern, dass man aus Angst oder Panik Maßnahmen ergreift, die noch schädlicher sind, als was ohnehin vor sich geht. Menschen sterben nun einmal und sie haben es immer getan. Man sollte das nicht verdrängen (was aber in unserer Gesellschaft auf gewisse Art doch getan wird). Man sollte es aber auch nicht zum zentralen Inhalt des Denkens machen.

Die zentrale Frage ist einfach nur, ob wesentlich mehr Menschen sterben als sonst und damit, ob eine Gefahr für die Bevölkerung besteht, gegen die Maßnahmen ergriffen werden müssen. Bislang gibt es dafür keine klaren Anzeichen und daher wäre es angebracht schädliche Gegenmaßnahmen zurückzufahren bzw. diese hätten gar nicht erst eingeführt werden dürfen, ohne eine klare Beweislage.

Die Bevölkerung eines Staates kann von ihren Vetretern erwarten, dass sie diesen kühlen Kopf bewahren und gerade nicht eine Strategie der Panikerzeugung verfolgen. Nichts würde dagegen sprechen sich hinreichend vorzubereiten, um Maßnahmen schnell und effizient zu ergreifen falls man ernsthafte Befürchtungen hegt. Vor allem eine gute Informationsbeschaffung wäre hier wichtig gewesen. Doch selbst in dem Zustand den wir mittlerweile in unserer Gesellschaft erreicht haben findet beides nicht wirklich umfassend statt:

  • Eine staatliche Versorgung der Bevölkerung mit Materialien wie Atemschutzmasken und Einweghandschuhen ist nicht in Sicht. Nach der offiziellen Darstellung wäre dieses jedoch dringend notwendig.
  • Eine belastbare und langfristige Untersuchung über den Ist-Zustand und weiteren Verlauf der Corona-Erkrankung durch staatliche Einrichtungen ist auch nicht zu erkennen.

Die Experten

Die Berichterstattung rund um die Corona-Thematik war von Anfang an von Experten beherrscht, deren Meinung gefragt war. Sozusagen als Kronzeuge für die Gefahr, die vom Corona-Virus ausgeht ist Dr. Christian Drosten von der Berliner Charité durch die Medien gereicht worden. Mittlerweile hat er sich etwas aus den Medien zurückgezogen, da ihn die zunehmende Berichterstattung selbst belastete.

Wie durch die Sammlung der verschiedenen Quellen deutlich wird gibt es mindestens zwei nennenswerte Gruppen von Experten (darunter vor allem Immunologen, Virologen oder Fachärzte die sich über die Jahre intensiv mit der Virenthematik auseinandergesetzt haben). Die eine Gruppe ist diejenige, die in der Berichterstattung der Leitmedien mehr Gehör und Glaubwürdigkeit findet. Diese Gruppe bestätigt die Gefahr, die dargestellt wird und befürwortet die ausufernden Einschränkungen die von den Staaten durchgeführt werden. Manche in dieser Gruppe zeigten sich auch zu Anfang überrascht über das Ausmaß der Einschränkungen, waren aber dafür sie beizubehalten, da sie nun schon einmal beschlossen wurden. Die andere Gruppe, die auf dieser Seite im Vordergrund steht, sieht es eher Gegenteilig und sieht keine besondere Situation durch das Auftreten des Corona-Viruses COVID-19. Diese Gruppe kritisiert die beschlossenen Maßnahmen eher und sieht keine Verhältnismäßigkeit gegeben.

In diesem Zusammenhang sollte man folgende Punkte nicht außer Acht lassen:

  • Die Experten die nun plötzlich überall in den Massenmedien gefragt sind stehen selbst unter einem gewissen Druck. Wo schon für den normalen Bürger die ausufernde Berichterstattung belastend ist kann sie für einen aktiven Teilnehmer der Berichterstattung noch schwerer wiegen. Immerhin werden hier die Aussagen der Experten unter Umständen von der Politik und den Medien als Beleg für die Notwendigkeit ihres Handelns herangezogen, was eine große Verantwortung bedeutet.
  • Umgekehrt befindet sich ein Experte auch in der ungewohnten Situation, dass sein Fachgebiet, wofür es sonst kein solch reges Interesse gibt, plötzlich im Rampenlicht steht. Unter Umständen ist sich der Experte gar nicht bewusst, welche Verstärkungswirkung seine Aussagen nun haben können und treffen unüberlegte Aussagen, die falsch eingeordnet werden könnten.
  • Bei großer Aufmerksamkeit besteht ein gewisser Druck sich der vermeintlichen Hauptmeinung anzuschließen. Oder es fällt einem Teilnehmer schwer von einer einmal öffentlich bezogenen Position wieder abzurücken.
  • Die Experten, um die es sich hier oft handelt, haben unter Umständen ein sehr enges und spezialisiertes Fachgebiet, in dem es um eine Mikrowelt von Viren und Organismen geht. Das befähigt sie nicht unbedingt dazu eine kompetente Aussage dazu zu treffen, wie die Welt sich entwickeln wird und was das Beste für eine Gesellschaft ist. Der Rat eines Experten ist also auch mit Vorsicht zu genießen.
  • Wissenschaft ist nicht automatisch exakt und korrekt. Wissenschaft ist vor allem eine Arbeitsweise und noch dazu eine eher langsam vonstattengehende. Sie eignet sich schlecht für die Massenmedien, wo ständig um sensationelle Nachrichten gekämpft wird. Es besteht daher die Gefahr, dass diejenigen Experten, die sich früh zu „aufregenden“ Aussagen hinreißen lassen eher in den Medien berücksichtigt werden als jene, die sich zurückhalten, oder Ruhe bewahren.
  • Wissenschaft ist auch kein Abstimmungsverfahren. Das heißt, dass die Meinung, die eine Mehrheit von Experten vertritt nicht automatisch die richtige ist. Die richtige Meinung ist vielmehr diejenige, die den wissenschaftlichen Prüfmethoden standhält und sich auf Dauer als richtig herausstellt. Hier zeigte sich in der Vergangenheit immer wieder, dass viele Experten und Wissenschaftler nicht völlig unabhängig sind, sondern eingebettet in ihr soziales Umfeld und ihre eigene Vorstellungswelt oder gar finanzielle Abhängigkeiten, was ihnen ein unabhängiges Urteil erschwert hat.

Es muss also jedem Leser, Zuschauer und letztlich jedem Bürger selbst überlassen werden darüber zu urteilen welche Experten ihnen am glaubwürdigsten und folgerichtigsten erscheinen. Da die Medien jedoch in diesen Zeiten Angst verbreiten, werden viele Bürger wohl gar nicht mehr die Ruhe und Zeit aufbringen können diese Abwägung auszuführen.

Wenn wir als Gesellschaft jedoch blind alles in die Hand von vermeintlich unabhängigen, ehrenwerten und professionellen Experten geben dann entmachten wir uns selbst enden in einer Herrschaft von Wissenschaft- und Technikgläubikeit.

Dr. Drosten

Zu Dr. Christian Drosten im besonderen, der sehr viel Aufmerksamkeit von den Leitmedien in Deutschland erfahren hat, sind folgende Punkte anzumerken:

  • Dr. Drosten hat federführend das Corona-Testverfahren, welches derzeit weltweit zum Einsatz kommt an der Berliner Charité mitentwickelt. Für den Verkauf dieser Tests fließen wohl auch Gelder. Dr. Drosten hat jedoch Behauptungen widersprochen er würde persönlich davon profitieren. In jedem Fall ist Dr. Drosten hier stark mit dem aktuellen Vorgehen verwoben, welches darauf basiert Millionen Menschen mit diesem Corona-Testverfahren zu prüfen.
  • Dr. Drosten trat bereits im Jahr 2009 als die zur Pandemie erklärte Scheinegrippe die Massenmedien beherrschte auf der Seite derjenigen auf, die die Gefahr als sehr groß einschätzten. Diese Gefahr hat sich damals als nicht vorhanden herausgestellt und die Vorhersagen sind nicht eingetroffen. Dr. Drosten wurde also folglich schon einmal in einem sehr ähnlichen Punkt widerlegt, der heute mit dem Corona-Virus wieder vorliegt. Das soll nicht heißen, dass er automatisch auch dieses Mal unrecht hat. Es zeigt jedoch, dass auch er nur menschlich ist und irren kann. Und vielleicht auch, dass er einen Hang dazu hat die Dinge zu düster zu sehen.
  • Wie Dr. Drosten kürzlich bestätigte wird er auch von Bill Gates bzw. seiner Stiftung finanziert. Bill Gates steckt viel Geld in Gesundheitsorganisationen auf der ganzen Welt und übt somit unter Umständen auch Einfluß aus. Dasselbe gilt übrigens auch für die Weltgesundheitsorganisation selbst, die ebenfalls wesentliche Gelder von Bill Gates oder seinen Stiftungen und anderen privaten Organisationen erhält.
dt/corona.txt · Zuletzt geändert: 03.11.2020 21:07 von Matthias Gerstner